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Zuwachs der durchschnittlichen Lebenszeit: Bis zur Sterbetafel 2006/2008 stieg die Lebenserwartung Neugeborener jahrzehntelang im Durchschnitt um rund 0,2 Jahre bei Mädchen und etwa 0,3 Jahre bei Jungen. | © © Statistisches Bundesamt (Destatis), 2019

Statistisches Bundesamt

Lebenserwartung von Männern und Frauen gleicht sich an

83,3 Jahre beträgt aktuell die Lebenserwartung für neugeborene Mädchen, berichtet das Statistische Bundesamt. Für neugeborene Jungen sind es demnach 78,5 Jahre. Laut der jetzt veröffentlichten neuen Sterbetafel stieg die Lebenserwartung gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Jahre. Das entspreche der durchschnittlichen Veränderung der vergangenen zehn Jahre, in denen ein Trend hin zu einem langsameren Anstieg der Lebenserwartung zu beobachten sei. 

Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland:

Sterbetafel

Männer

Frauen

1991/1993

72,47 Jahre

79,01 Jahre

1996/1998

74,04 Jahre

80,27 Jahre

2001/2003

75,59 Jahre

81,34 Jahre

2006/2008

77,17 Jahre

82,40 Jahre

2011/2013

77,90 Jahre

82,88 Jahre

2016/2018

78,48 Jahre

83,27 Jahre

*: Auswirkung des Zensus 2011 berücksichtigt Quelle: Destatis

Im Zuge dieser Entwicklung gingen auch die Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen Frauen und Männern nicht mehr so stark zurück wie in den vorangegangenen Jahrzehnten: Um die Jahrtausendwende betrug diese Differenz in Deutschland noch 6,0 Jahre zugunsten der Frauen. In den zehn Jahren danach verringerte sich der Unterschied dann um mehr als ein Jahr. Der aktuell veröffentlichten Sterbetafel zufolge beträgt sie lediglich noch 4,8 Jahre.

Höchste Lebenserwartung im Ländle

Im Vergleich der einzelnen Bundesländer haben Frauen in Baden-Württemberg mit 84,1 Jahren sowie dort lebende Männer mit 79,7 Jahren nach wie vor die höchste Lebenserwartung bei der Geburt. Die niedrigsten Werte weisen Frauen im Saarland (82,1 Jahre) sowie Männer in Sachsen-Anhalt (76,3 Jahre) auf. Die Differenz zwischen den Geschlechtern ist mit 6,4 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern am größten und in Hessen mit 4,3 Jahren am geringsten.

Die Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes sind sogenannte Periodensterbetafeln. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der Sterblichkeit der gesamten Bevölkerung in den Jahren 2016 bis 2018. Die Zahlen böten keine Prognose der zukünftigen Entwicklung. Die Lebenserwartung bei Geburt gebe nur an, wie lange heutige Neugeborene bei den aktuell herrschenden Lebensverhältnissen im statistischen Durchschnittlich leben würden.

Die von den Wiesbadener Statistikern als Durchschnitte berechneten Lebensalter entsprechen nur in der Tendenz den Auszahlungsdauern, die Aktuare bei der Kalkulation von Prämien für Rentenversicherungen unterstellen. So betrug die Lebenserwartung eines 60-jährigen Mannes 2017 laut dem Statistischen Bundesamt zwar 83,7 Jahre. Diese Angabe gilt jedoch für die Gesamtbevölkerung, von der nicht jeder eine Lebensversicherung abschließt.

Grundlage für Rentenversicherungen 

Lebensversicherer nutzen daher die Sterbetafel der Deutschen Aktuarvereinigung. Sie berücksichtigt auch Sicherheitszuschläge und verzeichnet ein rechnerisches Todesalter von 91,4 Jahren, das als Kalkulationsgrundlage für Rentenversicherungen dient. Das heißt: Für alle Versicherten, die vor ihrem 91. Geburtstag versterben, verbleibt Geld im sogenannten Versichertenkollektiv. Aus diesem Kapital werden die Renten derjenigen finanziert, die länger leben. 

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