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Statistisches Bundesamt Versicherer knausern bei Gehaltserhöhungen

Metallbauer bei der Arbeit: Der jüngste Gehaltssprung ist laut Destatis vor allem auf die Metall-Tarifrunde zurückzuführen.
Metallbauer bei der Arbeit: Der jüngste Gehaltssprung ist laut Destatis vor allem auf die Metall-Tarifrunde zurückzuführen. | Foto: Getty Images
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Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 3. Quartal um durchschnittlich 4,2 Prozent gegenüber dem 3.Quartal 2018 gestiegen. Das ist der höchste Anstieg seit 2010, berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis). In seiner Statistik berücksichtigt Destatis tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen.

Ohne Sonderzahlungen lag der Gehaltsanstieg bei 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 1,5 Prozent.

Besonders stark stiegen die Tarifverdienste im Verarbeitenden Gewerbe (+8,9 Prozent). Das sei vor allem auf einen Sondereffekt zurückzuführen, schreibt Destatis. Im Juli wurden in der Metall- und Elektroindustrie ein tarifliches Zusatzgeld („T-Zug“) in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatsentgeltes sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro gezahlt. Auch die Gehälter der Lehrer und Erzieher stiegen überdurchschnittlich stark (siehe Grafik).

Angestellte bei Versicherern und Finanzdienstleistern bekommen von den Gehaltserhöhungen hingegen nicht viel mit. Berücksichtigt man die Sonderzahlungen, so stiegen ihre Gehälter um gerade einmal 0,5 Prozent. Lediglich bei Kunstschaffenden und Touristik-Mitarbeitern war der Gehaltssprung mit Sonderzahlungen noch niedriger (0,4 Prozent). In der Wasserversorgung und Entsorgung waren die Tarifverdienste im 3. Quartal sogar um 1,1 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal.

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