Das Gebäude des Statistischen Bundesamts (Destatis) in Wiesbaden: Nach Destatis-Angaben verdienen Mitarbeiter in der Versicherungsbranche überdurchschnittlich gut. | © Destatis Foto: Destatis

Statistisches Bundesamt

Versicherungsmitarbeiter verdienen bis zu 7.000 Euro

Fach- und Führungskräfte, die bei einer Rückversicherung arbeiten, sind die Bestverdiener unter den Versicherungsexperten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) kamen sie im 4. Quartal 2019 auf Durchschnittsgehälter von 7.289 Euro brutto im Monat. Im Vorjahreszeitraum gab es sogar 7.785 Euro. Führungskräfte (Destatis-Leistungsgruppe 1) bekamen in den letzten drei Monaten vergangenen Jahres jeden Monat im Schnitt 12.817 Euro brutto.

Etwas schlechter wurden Versicherungsangestellte allgemein bezahlt. Sie erhielten im 4. Quartal 2019 Brutto-Durchschnittsgehälter von 5.074 Euro. Im Herbst/Winter 2018 waren es 5.028 Euro. Bei Führungskräften sanken die Gehälter von 8.089 Euro im 4. Quartal 2018 auf 7.856 Euro Ende 2019.

Im Sektor Finanz- und Versicherungsdienstleistungen gab es Brutto-Monatsgehälter von durchschnittlich 5.447 Euro (4. Quartal 2019) und 5.295 (4. Quartal 2018). Damit liegen sie gleichauf mit Zentralbanken und Kreditinstituten, die ihren Mitarbeitern 2019 im Schnitt 5.401 Euro und 2018 5.215 Euro brutto zahlten.

Sozialversicherungsmitarbeiter sind Geringverdiener

Die Geringverdiener unter den Versicherungsexperten sind Sozialversicherungsmitarbeiter, deren Gehälter im Schnitt 4.216 Euro im Herbst/Winter 2018 und 4.273 Euro im 4. Quartal 2019 betrugen. Trotzdem verdienen auch sie noch überdurchschnittlich gut: Die monatlichen Durchschnittsgehälter liegen nach Destatis-Angaben bei knapp 4.000 Euro brutto.

Unterdessen sind 2019 die Reallöhne in Deutschland um durchschnittlich 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das zeigt der Reallohnindex von Destatis. Der Index bildet die Entwicklung der Nominallöhne im Verhältnis zur Inflationsrate ab. Im Jahr 2019 lagen die Nominallöhne 2,6 Prozent über dem Vorjahreswert, während sich die Verbraucherpreise um 1,4 Prozent erhöhten. Im Finanz- und Versicherungssektor hingegen nahmen die Löhne um gerade einmal 1,9 Prozent zu

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