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Eine dynamische Strategie für die Asset-Allokation

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Inflationssorgen Steigende Zinsen? Keine Panik!

Fed-Chef Jerome Powell
Fed-Chef Jerome Powell: Anleger mit Inflationsängsten reagierten kürzlich mit vehementen Aktien- und Anleiheverkäufen. | Foto: IMAGO / MediaPunch

Viele Anleger stellen sich inzwischen die Frage, ob die Renditen von US-Staatsanleihen weiter nach oben klettern werden. Wir sind der Meinung, dass sich die Inflation in Grenzen halten dürfte, nicht zuletzt, da sich die Weltwirtschaft noch immer von den Folgen der Covid-19-Krise erholen muss. Aufgrund dessen dürften sich die Renditen langfristiger Anleihen innerhalb einer gewissen Marge bewegen, zumal die Zentralbanken ihre Leitzinsen weiterhin nahe Null halten wollen.

Obwohl es mehrere Auslöser für den jüngsten Ausverkauf am Anleihemarkt gibt, dürften die Inflationssorgen dabei eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Renditekurve bei US-Anleihen wird steiler. Das bedeutet: Die Renditen für längere Laufzeiten sind stärker gestiegen als für kurze. Diese Entwicklung deutet typischerweise darauf hin, dass die Marktteilnehmer wirtschaftliches Wachstum und eine steigende Inflation erwarten.

Chancen für aktive Anleger

Obwohl drastische Zinserhöhungen für Anleiheportfolios kurzfristig schmerzhaft sein können, kann die Aussicht auf steigende Renditen für aktive Fondsmanager interessante Gelegenheiten bieten. Denn während passive Fonds, die lediglich eine Benchmark nachbilden, an bestimmte Investments gebunden sind, können wir bei Pimco als aktive Manager flexibler reagieren und so eine Überrendite erzielen.

Das Ausmaß der fiskalischen Stimuli und die lockere Geldpolitik in Folge der Pandemie haben die rasche Markterholung im vergangenen Jahr unterstützt. Wir sind vorsichtig optimistisch, was das zukünftige Tempo der Erholung angeht und bleiben wachsam hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen auf die Teuerungsrate. Auf kurze Sicht sehen wir allerdings kein Risiko für einen schnellen Inflationsanstieg. So gibt es einige Faktoren, die die Lohnzuwächse bremsen und das Preisniveau unter Kontrolle halten können, selbst wenn die Fed und andere Zentralbanken die Zinsen auf niedrigem Niveau halten sowie ihre Anleihekaufprogramme fortsetzen und die US-Regierung die Ausgaben für Konjunkturprogramme ausweitet.

Moderate Lohnentwicklung dürfte Preissteigerungen dämpfen

Inflation tritt in der Regel dann auf, wenn die Wirtschaft auf Hochtouren läuft und die Löhne steigen. Die Krise hat sowohl Produktion als auch Nachfrage gedämpft, während sich die Arbeitslosigkeit auf einem hohen Niveau eingependelt hat – obwohl sie seit dem Höchststand im vergangenen Jahr weiter gesunken ist.

Die Verbraucherpreisinflation dürfte in diesem Jahr also nur moderat ansteigen und könnte weiter hinter den Zielwerten der Fed und anderer Zentralbanken zurückbleiben. Die Flaute am Arbeitsmarkt wird das Lohnwachstum bremsen, während Faktoren wie Demografie und technologische Innovationen die Inflation ebenfalls begrenzen dürften.

Die derzeitige Renditeentwicklung bei US-Staatsanleihen macht viele Anleger nervös. Doch angesichts moderater Inflationsaussichten und einer steileren Renditekurve dürfte das Wachstum der Renditen nach oben begrenzt sein. So könnten sich Anleihen zu einer echten Alternative für Anleger entwickeln – insbesondere, da viele Aktienbewertungen sich derzeit auf oder nahe an historischen Höchstständen befinden.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.