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Stephanie Lang: „Indexiert und Alpha sind ein Team“

Stephanie Lang zu Indexanlagen

Drei Punkte, die Anleger zu High Performern machen könnten

Privatanleger wünschen sich mehr für ihr Geld – auch in Bezug auf die Passgenauigkeit und die Kostentransparenz einer Anlage. „Wie kann ich meine Prozesse so organisieren, dass ich den Vorstellungen meiner Kunden entspreche?“ Diese Frage dürfte sich jeder Vermögensverwalter stellen – nicht zuletzt wegen neuer Regulierungen und des Wunsches nach mehr Wettbewerbsfähigkeit.

Um diese Frage zu beantworten, hat das Team der BlackRock Portfolio Analysis and Solutions (BPAS) die Depots von mehr als 600 europäischen Institutionen analysiert, neu positioniert und dafür zusätzliche Bausteine erarbeitet. Weil eine komplexe und sich schnell ändernde Welt auch einen neuen Ansatz beim Portfolioaufbau erfordert, beziehen viele der effektivsten aktiven Anleger die folgenden Aspekte in ihre Asset-Überlegungen ein.

Punkt 1: Das Portfolio aktiv analysieren und verstehen

Viele Investoren verlagern den Schwerpunkt immer stärker von der reinen Fondsauswahl hin zu einer ganzheitlichen Portfolio-Strukturierung. Dabei legen sie ihren Schwerpunkt auf datengestützte Analytik. Dies hilft, Portfolios passgenau aufzubauen und die angestrebten Ergebnisse zu prüfen.

Punkt 2: Ertragsquellen aktiv identifizieren und kombinieren

Längst verstehen es Anleger, Ertragsquellen in Portfolios differenziert zu betrachten. Dazu kombinieren sie immer häufiger Index-, Faktor- und Alpha-Strategien. Diese strategische Asset-Allokation ermöglicht Investitionen am breiten Markt in Verbindung mit relativen Gewichtungen, die Anleger auf lange Sicht aufrechterhalten wollen.

Ausschlaggebend sind strategische Faktorentscheidungen

Außerdem sollten sich Investoren bei der strategischen Faktorverteilung auf gewisse Schwerpunkte (Tilts) konzentrieren. Die Risikoprämien umfassen Makro- und Stilfaktoren. Diese sind wegweisend für die Portfolios. Beliebt bei Aktien sind die Faktoren Momentum, Value, Quality und Size. Bei Anleihen kommen oft Zinsänderungsrisiken, Inflation, Duration und verschiedene Spread-Risiken zum Tragen.

Neben dem strategischen Einsatz können taktische Timing- und Tilting-Ansätze herangezogen werden – zur Über- und Untergewichtung von Märkten, Anlageklassen, Ländern, Branchen oder Stilfaktoren. Mit Hilfe dieser Ansätze lassen sich zugleich kurzfristige Opportunitäten nutzen; etwa bei der Titelauswahl einzelner Aktien und Anleihen.

Häufig hängen mehr als 90 Prozent des Portfolioergebnisses mit dem breiten Markt und den strategischen Faktorentscheidungen zusammen. Von den zehn größten europäischen Long-only-Aktienmanagern dürften allein sechs ihre Erträge im Wesentlichen über die Entwicklung des Aktienindex MSCI Europe erklären. Dieser bildet die Wertentwicklung von Unternehmen in 15 europäischen Industrieländern ab.

Indexiert und Alpha sind ein Team

Viele Anleger, die ihre tägliche Portfolio-Positionierung insbesondere an breiten Markt-Exposures und strategischen Faktoren ausrichten, sind derzeit besonders erfolgreich: Denn sie überwachen die Balance von Gesamtportfolio und Risiko und vergleichen das gesamte Portfolio mit ihrer zuvor festgelegten Asset-Allokation. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass eine Mischung aus Index-, Faktor- und Alpha-Strategien die Ertragsquellen eines Portfolios effizient kombiniert. Indexinstrumente können langfristige Markt-Performance und strategische Faktorentscheidungen einfangen. Alpha-Manager unterstützen Investoren dabei, die Quellen aus Titelselektion, Faktor-Timing und Tilting gezielt einzusetzen.

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