Steueränderungen bei Lebenspolicen: Kaum einer weiß Bescheid

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Aktuell profitiert jeder, der noch in diesem Jahr eine private Renten- oder Lebensversicherung mit zwölf Jahren Mindestvertragslaufzeit abschließt, ab seinem vollendeten 60. Lebensjahr von Steuerbegünstigen. So muss bei Kapitalauszahlung nur die Hälfte der Erträge versteuert werden, die andere Hälfte bleibt steuerfrei.

Das ist bei Verträgen, die ab 2012 abgeschlossen werden, nicht mehr möglich. Wer dann mit 60 oder 61 Jahren eine Kapitalauszahlung aus seiner Lebens- oder Rentenversicherung erhält, muss die Kapitalerträge voll versteuern. Erst ab dem 62. Lebensjahr gibt es die Steuergeschenke.

Zusätzlich ist bei steuerlich geförderten Altersvorsorgeprodukten wie Riester- und Rürup-Renten oder der betrieblichen Altersvorsorge nur noch bei Abschluss in diesem Jahr der Auszahlungsbeginn ab dem vollendeten 60. Lebensjahr möglich.

Diese Änderungen sind nur knapp 23 Prozent der 1.000 für die Studie Befragten bekannt, wie die GFK Marktforschung herausfand. Auch die Tatsache, dass Altersvorsorgeprodukte überhaupt steuerlich begünstigt werden, weiß nur eine Minderheit: Bei der Kapitallebensversicherung sind es gerade mal 18,4 Prozent.

Besser sieht es bei Riester-Verträgen aus, hier wissen immerhin 73 Prozent der Befragten, dass der Staat die Produkte fördert; beim Bausparen sind es immerhin noch 43 Prozent.

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