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Steuersünder-CD: Keine Deutschen Stiftungen dabei

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Deutsche Stiftungen sind offenbar nicht am Steuerbetrug beteiligt, der durch den Kauf einer Steuersünder-CD vom Land Niedersachsen aufgedeckt wurde. Auf dem Datenträger befänden sich lediglich liechtensteinische Stiftungen, bestätigte Bernd Bienioßek von der Staatsanwaltschaft Bochum gegenüber dem Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Generalsekretär Hans Fleisch erklärt sich das wie folgt: „Deutsche Stiftungen eignen sich für Steuerbetrug nicht. Deshalb mussten die Betrüger ins liechtensteinische Ausland gehen.“

96 Prozent aller Deutschen Stiftungen sind gemeinnützig. Sie genießen damit steuerliche Vorteile, dürfen Spendenbescheinigungen ausstellen und dienen dem Wohl der Gesellschaft. Um diesen herausgehobenen Status wahren zu dürfen, müssen sie aber strenge Auflagen erfüllen.

Sie haben beispielweise eine Transparenzpflicht gegenüber staatlichen Stellen und werden regelmäßig vom Finanzamt auf den gemeinnützigen Zweck überprüft. Bei liechtensteinischen Stiftungen handelt es sich hingegen oft um Scheinstiftungen die einzig und alleine den Zweck haben, an den Steuerbehörden vorbei Geschäfte zu tätigen.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen ist ein Dachverband für rund 7.000 Stiftungen mit einem Gesamtkapital von etwa 100 Milliarden Euro.

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