Manuel Peiffer, Relationshipmanager bei GVS Financial Solutions

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Stopp-Loss-Orders und Vollmachten

Urlaubsplanung fürs Depot

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Die Ferienzeit steht vor der Tür und so mancher Anleger freut sich auf den wohlverdienten Urlaub. Da sich die meisten Reisenden während dieser Zeit nicht um ihre Finanzen kümmern möchten, ist die richtige Urlaubsplanung fürs Depot vor allem für Selbstentscheider unerlässlich. Wie können Privatanleger ihr Depot absichern, sodass Ihr Wertpapiervermögen während der Urlaubszeit nicht buchstäblich ins Wasser fällt?

Die Angst vor dem Austritt Griechenlands und die Turbulenzen an den Anleihenmärkten setzten den Aktienkursen in den letzten Wochen deutlich zu. Kein Wunder also, dass Anleger ihre Depots während des Urlaubs nicht der Gefahr von signifikanten Verlusten aussetzen möchten. Das Depot komplett leerzuräumen, bevor man die Reise startet, ist dafür aber nicht unbedingt erforderlich.

Depot absichern mit Stopp-Loss-Orders

Vor dem Urlaub sollte das Depot nochmals gründlich überprüft werden. So ist beispielsweise darauf zu achten, welche Anlagen langfristig gehalten werden können. Darüber hinaus sollte das Depot anhand von Stopp-Loss-Orders abgesichert werden. Sinnvoll eingesetzte Stopplimits helfen dabei, dass man während der Ferien die freie Zeit entspannt genießen kann. Dabei erteilt der Anleger einen Verkaufsauftrag, der aber nur dann ausgeführt wird, wenn der Kurs des Wertpapiers die vorher festgelegte Ausstiegsmarke erreicht oder unterschreitet. Dann wird das Papier zum nächstmöglichen handelbaren Kurs bestens verkauft.

Eine weitere Möglichkeit ein Depot vor starken Kursrücksetzer zu schützen, stellt die Absicherung durch Verkaufsoptionen dar. Bei der Absicherung durch Put-Optionen setzt der Anleger auf fallende Kurse und kann so durch den Gewinn aus den Optionen den Verlust der Aktien ausgleichen.

Angesichts der überschaubaren Kosten von Stopp-Loss-Orders ist diese Lösung der kostspieligen Depotsicherung durch Verkaufsoptionen in aller Regel vorzuziehen. Die meisten Banken bieten diesen Service sogar kostenlos an. Bei marktengen Werten, welche nur mit geringen Volumen gehandelt werden, oder bei sehr volatilen Werten ist eine Stopp-Loss-Order allerdings nicht ratsam. Diese Papiere sollten schon vor dem Urlaub verkauft werden.

Vollmacht erteilen

Vereinzelte Anleger statten auch eine dritte Person, wie beispielsweise ein Familienmitglied oder einen Bekannten mit einer Vollmacht aus, sodass dieser während der Urlaubszeit im Fall der Fälle handeln kann. Dies schützt allerdings auch nicht zwangsläufig vor Verlusten, da dies keine Garantie für richtige Anlageentscheidungen darstellt. Anleger sollten sich auf jeden Fall vor der Urlaubsreise Gedanken machen, wie sie ihr Depot absichern, damit während des Urlaubs der Depotwert nicht schmilzt wie das Eis in der Sonne.

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