Strafe wegen versuchter MLP-Übernahme

Maschmeyer verklagt Anwälte

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Weil er im Jahr 2008 gegen die Meldepflichten bezügliche seiner MLP-Aktien verstoßen und die Dividenden zu Unrecht erhalten hat, musste Carsten Maschmeyer bereits 1,5 Millionen Euro zurückzahlen. Hinzu kamen 2,9 Millionen Euro wegen Marktmanipulation, die an die Staatsanwaltschaft Hannover gingen. Und das ist noch nicht alles. Wie das Handelsblatt berichtet, hat MLP vor dem Landgericht Heidelberg Klage gegen Maschmeyer eingereicht. 

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Diesmal geht es um Absprachen bezüglich einer MLP-Übernahme, die Maschmeyer 2008 mit zwei deutschen Banken sowie mit dem damaligen Chef eines Dax-Konzerns getroffen haben soll. Sollte das Gericht die Absprachen nachweisen können, könnte es für Maschmeyer wieder teuer werden: Nach Handelsblatt-Schätzungen würde der Ex-AWD-Chef in diesem Fall rund vier Millionen Euro zahlen müssen.

Ahnungslosigkeit oder bewußte Entscheidung?

Maschmeyer selbst gibt sich ahnungslos. Weil er die Meldepflichten nicht gekannt haben will und seine Anwälte ihn angeblich darüber nicht aufgeklärt hätten, will der Multimillionär laut Handelsblatt die Kanzlei Clifford Chance verklagen. Die Anwälte wehren sich. „Herr Maschmeyer entschied sich bewusst und eigenverantwortlich im Rahmen seiner verfolgten Strategie dazu, die Über- und Unterschreitungen nicht zu melden“, erklären sie gegenüber dem Blatt. 

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