Max Otte und sein Buchtipp <br> Quelle: Amazon

Max Otte und sein Buchtipp
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Strandlektüre Teil 4: Lob nach links

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„Die Linke“-Politikerin Sahra Wagenknecht demaskiert die Mythen und Schwachstellen des globalen Hyperkapitalismus.Sie zeigt auf, wie die Macht der Finanzoligarchie letztlich zu einer Art Sozialismus für Banken und Bankmanager führen konnte. Sie prangert das bloße Renditestreben in den Großkonzernen an und lobt öffentliche und genossenschaftliche Banken, die der Realwirtschaft besser als Goldman Sachs, McKinsey & Co. gedient hätten. Bei den Lösungsvorschlägen bleibt Wagenknecht zwar vage, jedoch mindert dies nicht den Wert der hervorragenden Analyse, welche in Teilen auch von den Begründern der sozialen Marktwirtschaft – Ludwig Erhard, Wilhelm Röpke oder Alfred Müller-Armack – hätte stammen können. Warum ist das Buch lesenswert? Das Buch zeigt, was die Begründer der Sozialen Marktwirtschaft vorhatten und wie weit wir uns davon entfernt haben. Dass ausgerechnet eine Linke treffend mit Erhard & Co. argumentiert, macht den besonderen Reiz aus. Wer sollte es lesen? Alle, die sich dafür interessieren, wohin sich die Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik entwickelt.
Autorin: Sahra Wagenknecht
Titel: Freiheit statt Kapitalismus
Verlag: Eichborn
Preis: 19,95 Euro (368 Seiten)
ISBN: 978-3-8218-6546-1

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