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Trader an der New York Stock Exchange (NYSE) | © Getty Images Foto: Getty Images

10-Millionen-Dollar-„Strangle“

Bond-Händler wettet auf anziehende Volatilität

Am Dienstag platzierte ein Investor Aufträge für Put- und Call-Optionen auf zehnjährige Treasury-Futures im Wert von 10 Millionen US-Dollar. Dabei wurden Kontrakte für rund 63.500 Stück gehandelt, zeigen Daten der CME Group. Ein so genannter „Strangle“ in dieser Größenordnung kommt selten vor.

Der Erfolg dieser Wette, die für eine Optionsstrategie mit einem ungewöhnlich hohen Einsatz erfolgt, ist nicht an die Richtung der Renditen gebunden. Stattdessen hängt das Ergebnis davon ab, dass es wieder zu der Art von Turbulenzen kommt, die es schon seit Monaten nicht mehr gegeben hat. 

Kleine Bewegungen nicht ausreichend

Die Position verfällt bereits am 21. Juli und sieht nach der Reaktion auf die Anhörung der Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch bereits vielversprechend aus. Allerdings sind kleine Bewegungen nicht ausreichend: Um die Prämie wieder zu verdienen, müssten die 10-jährige Rendite um rund zehn Basispunkte steigen oder fallen, ausgehend von einem Niveau bei 2,38 Prozent.

Doch sobald diese Schwelle überschritten ist, gibt es kein Limit auf den Gewinn. Dieser liegt bei rund 50 Millionen Dollar pro 25 Basispunkte Bewegung, was ausgehend vom Startniveau die Hochs und Tiefs dieses Jahres ins Spiel bringt.

Gegen den allgemeinen Markttrend

Der Börsen-Terminkalender hält für die nächsten Tage diverse Möglichkeiten für steigende Volatilität bereit: Vom politischen Drama in Washington abgesehen, könnten die Konsumentenpreise oder die Einzelhandelsdaten am Freitag für Bewegung sorgen. Und am Tag vor der Fälligkeit der Position findet die nächste EZB-Sitzung statt.

Mit seiner Position stellt sich der Händler gegen den allgemeinen Markttrend: Der auch als „MOVE Index“ bekannte Merrill Lynch Option Volatility Estimate, der aus OTC-Optionen auf Treasuries mit Laufzeiten zwischen zwei und 30 Jahren berechnet wird, liegt auf einem Allzeit-Tief.

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