Aktien, Renten, Rohstoffe und Co. Diese ETF-Arten sind 2023 am beliebtesten
Zur Kategorie der Aktienfonds gehören Klassiker wie ETFs auf den Weltindex MSCI World. In der Kategorie Aktienfonds-ETFs gibt es am Markt am meisten Auswahl, da sie seit Jahren am beliebtesten sind.
Was ist eigentlich ein Strategie-ETF?
Strategie-ETFs landen bei der Befragung von Ebase auf Platz Zwei. Als Strategie-ETFs werden sogenannte gehebelte Produkte bezeichnet. Sie bilden die Wertentwicklung eines Indexes um ein Vielfaches ab, wenn der Index steigt oder sinkt.
Das heißt also, dass Anleger:innen ein Vielfaches der Rendite einstreichen können, aber auch einen gleichermaßen hohen Verlust erleiden können. Der Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap ETF 1C (ISIN: LU0411075020) ist ein Beispiel für einen gehebelten ETF.
Oft taucht der Zusatz "Leveraged" bei diesen ETFs auf. Andere Bezeichnungen, die bei diesen Produkten wichtig sind, sind die beiden folgenden:
- „Long“ im Namen bedeutet, dass sich die Rendite des ETF bei steigenden Kursen erhöht. Anleger kaufen diese Produkte, wenn sie denken, dass der Kurs eines Index wie etwa des Dax steigt und fahren so höhere Gewinne als der zugrundeliegende Index ein.
- „Short“ im Namen bedeutet, dass die Rendite steigt, wenn die Kurse des Index fallen. Anleger spekulieren also darauf, dass beispielsweise der Dax fällt und erzielen so Gewinne.
Wie erzielen Anleger:innen Gewinne mit Strategie-ETFs?
Klingt kompliziert, daher hier mal ein fiktives Beispiel: Angenommen, der Dax steigt an einem Tag um 1 Prozent:
- Ein normaler (nicht gehebelter) ETF auf den Dax hätte an diesem Tag einen genauso hohen Gewinn wie der Dax erzielt, nämlich 1 Prozent.
- Ein Long Dax x2-ETF erzielt in diesem Beispiel einen Gewinn von 2 Prozent.
- Ein Short Dax 2-ETF erzielt in diesem Beispiel einen Verlust von 2 Prozent.
Gerade die Hebel-Wirkung macht diese Produkte zwar spannend für Anleger:innen. Da das Verlustrisiko aber wesentlich höher ist als bei „normalen“ ETFs, sind diese Produkte eher passend für erfahrenere und risikoaffinere Anleger:innen.
