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Öffentliche Kurstafel in Qingdao, China: Die Corona-Krise bietet sich an, um die strategische Vermögensallokation in Ruhe zu überprüfen.  | © imago images / Xinhua Foto: imago images / Xinhua

Strategische Investments

Mit Cash und Contenance durch die Krise

Das Corona-Virus hat die Welt des Jahres 2020 grundlegend verändert. Anleger – private wie institutionelle – stehen jetzt vor einer Reihe schwieriger Entscheidungen. Doch die aktuelle Krise lässt sich für eine zukunftsfähige Neubewertung der Geldanlagen nutzen.

Vom Rekordniveau an den Aktienmärkten zu einem Bärenmarkt: Der Jahresauftakt hat den schnellsten jemals verzeichneten Einbruch beschert – schneller noch als der Crash von 1929, der die Große Depression auslöste. Es ist offensichtlich: Die Märkte verarbeiten Informationen heutzutage rasant, tendieren aber zu Über- und Unterreaktionen – insbesondere, wenn sie mit einem Unsicherheitsfaktor wie dem Corona-Virus konfrontiert sind. Anleger sollten deshalb jetzt die Lage aus langfristiger Perspektive betrachten. Schwere Marktkorrekturen werden immer auf die eine oder andere Weise erfolgreich bewältigt.

Langfristiges Denken schützt vor Kurzschlussreaktionen

Eine langfristige Perspektive ist für den zukünftigen Erfolg eines Portfolios von zentraler Bedeutung. Das menschliche Gehirn neigt dazu, schnell und instinktiv auf unmittelbare Bedrohungen zu reagieren. Inmitten einer globalen Virus-Pandemie kann eine Fokussierung auf die Wertentwicklung über drei, fünf oder zehn Jahre dazu beitragen, die rationale Entscheidungsfindung zu erleichtern.

Es ist unmöglich, Renditen zu kontrollieren. Was sich durchaus kontrollieren lässt, sind die Risiken, die eingegangen werden. Anlegern fehlt oft ein umfassendes Verständnis ihrer tatsächlichen Risikotragfähigkeit – bis diese auf den Prüfstand gestellt wird. Hinter den Marktteilnehmern liegt ein Jahrzehnt, in dem die Zentralbanken die Volatilität durch unkonventionelle Geldpolitik im Zaum gehalten haben. Vor diesem Hintergrund hat sich die jüngste Volatilitätswelle besonders schockierend angefühlt.

Dieser Schock der jüngsten Marktentwicklungen kann jedoch eine heilsame Wirkung haben: Die Neugewichtung des Portfolios ist stets Teil der strategischen Vermögensallokation. Jetzt bietet sich die Chance, stärker auf Trends zu setzen, die sich in den vergangenen Jahren bereits deutlich abgezeichnet und sich in den vergangenen Wochen und Monaten beträchtlich verstärkt haben.

Liquidität ist unabdingbar

Die aktuelle Krise sieht im Vergleich zur Finanzkrise des Jahres 2008 zwar anders aus, eines bleibt jedoch gleich: Es gibt keinen Ersatz für Liquidität. Wenn die Märkte wegbrechen, sind Bargeld und andere wirklich liquide Vermögenswerte unabdingbar. Selbst Gold – der „sichere Anlagehafen“ für nervöse Sparer und Anleger – wurde in Mitleidenschaft gezogen. Mit anderen Worten: Bargeld ist Trumpf. Wenn Anleger ausreichend Barmittel bereithalten, können sie bei anhaltend volatilen Märkten einen kurzfristigen Verkauf langfristiger Vermögenswerte vermeiden.

Mehr Diversifizierung tut not

Weil die Renditen von Staatsanleihen in zahlreichen Industrieländern bereits in der Nähe oder unterhalb von null liegen, werden sich Anleger zur Diversifizierung von Aktienrisiken sehr viel weitläufiger und genauer umschauen müssen: Auf alternative Risikoaufschläge ausgerichtete Strategien, Infrastrukturanlagen, Immobilien und sogar die seit langem aus der Mode gekommenen Inflationsabsicherungen könnten für Anleger im Rahmen eines diversifizierten Portfolios jetzt sinnvoll sein. 

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