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Geförderte Altersvorsorge Streit um Gebühren bei der Riester-Rente

Vorbild Schweden
Vorbild Schweden: Die Bürgerbewegung Finanzwende plädiert für einen Systemwechsel hin zu einem kapitalgedeckten und staatlich organisierten Vorsorgeprodukt für alle Bürger, das sich an dem schwedischen Vorsorgefonds orientieren soll. Denn dieser komme mit einem Bruchteil der Kosten deutscher Riester-Verträge aus. | Foto: Foto von Oliver Schmid von Pexels
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Für die vom ehemaligen Grünen-Finanzpolitiker Gerhard Schick mitgegründete „Bürgerbewegung Finanzwende“ steht fest, dass viele Deutschen für ihre insgesamt 16,4 Millionen Riester-Verträge zu viel zahlen. Denn laut einer aktuellen Auswertung des Vereins gehe bei einem durchschnittlichen Vertrag nahezu jeder vierte eingezahlte Euro für die Kosten der Anbieter drauf.

Die Finanzwende-Aktivisten haben die Kosten von 65 Riester-Rentenversicherungen anhand der offiziellen Muster-Produktinformationsblätter untersucht. Demnach betragen die Kosten je 100 Euro Beitrag und Zulagen bis zu 38 Euro (Alte Leipziger). Mit je 8 Euro deutlich günstiger seien die Riester-Angebote der Direktversicherer Hannoversche und Huk24: 

Kosten der Riester-Anbieter

Etwas günstiger seien laut Bürgerbewegung Finanzwende zwar Fondssparpläne, nach den Rentenversicherungen die zweithäufigste Art von Riester-Sparverträgen. „Sie bieten im Vergleich zu Versicherungen oft bessere Ertragschancen. Hoch sind die Gebühren vielfach dennoch“, heißt es vom Verein. Die maximalen Kosten lägen hier zwischen 13 Euro (DWS Toprente Balance) und 27 Euro (Uniprofirente Select Global 2): 

Doch die Kritiker der Riester-Anbieter stehen auch selbst in der Kritik: Die Zahlen seien „bewusst irreführend“, zitieren Medien Peter Schwark. Er verantwortet als stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Versichererverbands GDV die Themen Altersvorsorge und Zukunftssicherung. Demnach blende die Studie aus, dass hohe Kosten teilweise durch eine besonders gute Performance in der Kapitalanlage begründet sind.

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