Streuen lohnt sich Nationale Unternehmen bleiben hinter breiten Indizes zurück

Streuen lohnt sich: In den vergangenen fünf Jahren haben die breiten Marktindizes durchweg besser abgeschnitten als die konzentrierten Investments. Besonders groß ist die Diskrepanz in den Vereinigten Staaten: Während der MSCI USA seit Mitte 2015 um 11 Prozent per annum zulegte, waren es beim Stoxx True Exposure USA nur 5,7 Prozent per annum. Die Outperformance der US-Aktien stammt demnach nicht von Unternehmen, die nur auf das US-Geschäft setzen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich in den Entwicklungsländern: Dort zeigt sich, dass Unternehmen, die 100 Prozent ihrer Umsätze vor Ort machen, mit einem Plus von 0,2 Prozent per annum deutlich schlechter abgeschnitten haben als breiter aufgestellte MSCI Index mit 4,2 Prozent per annum. Betrachtet man rollierende Einjahreszeiträume, haben in den USA nur in 17 Prozent der Zeiträume die inlandsbezogenen Firmen besser abgeschnitten als der MSCI. Dies ist der niedrigste Wert. In den anderen Regionen liegt diese Zahl zwischen 29 (Europa) und 50 Prozent (Großbritannien).

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Dass es sich lohnt, breit aufgestellt zu sein, zeigt sich auch in kürzeren Zeiträumen: Seit dem Jahresanfang haben sich in fünf von sechs Ländern beziehungsweise Regionen die marktbreiten Indizes besser entwickelt als die ‚Local Heros‘. Beispielsweise hat der MSCI Europa seit Jahresanfang 12 Prozent verloren. Der Stoxx True Exposure Europe hat dagegen 15,5 Prozent eingebüßt. Ein Brexit-bedingter Sonderfall zeigt sich in Großbritannien: Unternehmen, die nur im Vereinigten Königreich Umsätze erzielen, haben sich besser entwickelt als die, die tendenziell stärker vom Brexit betroffen sind.

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