Die DWS kommt mit einem neuen Fondsprodukt an den Markt, mit dem Anleger auf seitwärts verlaufende Aktienmärkte in Europa setzen können. Der DWS Europa Express (WKN: DWS0PS) investiert in Derivate für verschiedene europäische Aktienindizes und Einzeltitel. Dabei handelt es sich um sogenannte Expresszertifikate, die vergleichsweise schnell zurückgezahlt werden, wenn der Basiswert des Papiers am Stichtag nicht eingebrochen ist.

DWS-Fondsmanager Michael Böhm setzt auf eine breite Streuung des Fonds auf verschiedene Emittenten, Basiswerte und Laufzeiten. Der Großteil der Papiere ist in Euro notiert. Bei der Auswahl der einzelnen Zertifikate wird Böhm durch die Analysten der Independent Derivatives Consulting aus Bad Homburg beraten.

Anders als einzelne Expresszertifikate, hat der Fonds kein Laufzeitende. Die Erträge des thesaurierenden Fonds muss der Anleger daher erst beim Verkauf seiner Anteile versteuern.

Unsicher ist aber, ob auch für diesen Fonds der Bestandsschutz vor der sogenannten Abgeltungssteuer ab 2009 gilt. Zwar gab es im vergangenen Monat Medienberichte, wonach Zertifikatefonds steuerlich wie Zertifikate behandelt werden sollen. Doch auf Nachfrage von DAS INVESTMENT.com beim Bundesfinanzministerium wurde diese Information auch heute nicht bestätigt.

DWS bietet mit dem Europa Express, dem Bonuszertifikate (WKN: 515245) und Europa Diskont (WKN: 515238) jetzt drei Fonds an, die in eine bestimmte Zertifikategattung investieren. Weitere strukturierte Fonds wurden von DB Platinum aufgelegt, neben der DWS ebenfalls ein Unternehmen des Deutsche-Bank-Konzerns.

Der Ausgabeaufschlag liegt bei 4 Prozent. Die Kostenpauschale beträgt 1,4 Prozent.