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Studie: Anleger werden wieder mutiger

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Dies geht aus der aktuellen Studie von State Street hervor. Die Studienleiter Ken Froot und Paul O’Connel berechnen monatlich einen Index, der die Risikobereitschaft und das Vertrauen institutioneller Anleger in die Aktienmärkte erfasst. Dabei analysieren sie das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten der Investoren. Je höher der Aktienanteil im Portfolio, desto größer ist auch die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Der Index legte gegenüber dem Julistand von 119,4 um 3,5 Zähler auf 122,9 zu. Damit stieg das weltweite Anlegervertrauen zum achten Mal in Folge. „Die Risikobereitschaft institutioneller Anleger liegt nun eindeutig in einem Bereich, der auf einen Aufbau von Risikopositionen schließen lässt", erklärt Froot. Jedoch stieg der Index nicht so stark an wie noch vor einigen Monaten. Das lege den Schluss nahe, dass die institutionellen Anleger bei der Auswahl ihrer Anlagen nun etwas selektiver vorgehen, so Froot. Während sich das Vertrauen nordamerikanischer und asiatischer institutioneller Anleger abgeschwächt hat und um jeweils rund 2 Punkte gesunken ist, nahm die Risikobereitschaft der Europäer zu. Ihr Vertrauen stieg von 104,9 Zählern im Vormonat um 4,3 auf 109,2 Zähler an. Auch die Risikobereitschaft deutscher Privatanleger steigt Nicht nur institutionelle Investoren, auch deutsche Privatanleger werden wieder mutiger. Das zeigt der aktuelle „Trendmonitor Finanzdienstleistungen 2009“ des Marktforschungsinstituts Nordlight Research. Dabei wurden 1.000 Bundesbürger zu privaten Finanzthemen befragt. Auf der Skala der beliebtesten Finanzprodukte erzielen renditeorientierte Anlagen wie Aktien oder Aktienfonds den deutlichsten Zugewinn. Sicherheitsorientierte konservative Anlagen wie Sparbücher oder Festgeld sind hingegen derzeit weniger stark gefragt als noch vor einem halben Jahr. Darüber hinaus ist der Optimismus der Deutschen in Sachen private Geldanlage gestiegen. Aktuell sehen 43 Prozent die Krise als Chance für neue Anlagegeschäfte an. Im Februar waren es nur 38 Prozent. Lediglich 15 Prozent wollen gänzlich darauf verzichten (Februar: 17 Prozent). Insbesondere die einheimischen Geldinstitute können von der neuen Anlagebereitschaft profitieren. Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger bevorzugen für zukünftige Geldanlagen Institute mit Hauptsitz in Deutschland. Der ausländischen Konkurrenz steht lediglich jeder zehnte Anleger uneingeschränkt offen gegenüber.

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