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Studie: Bankberater – kaum noch Zeit für Kunden

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Laut der Studie „IT & Vertrieb in der Bankwirtschaft“ des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit dem „Bankmagazin“ verstärkt sich dieser Trend. Denn im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Anteil der Bankangestellten, die besonders stark durch bürokratische Zwänge ausgebremst werden, um acht Prozent. Beratungsprotokolle kosten Zeit Neben der Arbeitslast durch hausinterne Verwaltungsaufgaben verschärfen die gesetzlichen Neuregelungen in Folge der Finanzkrise die Situation zusätzlich. So sieht beispielsweise das neue Anlegerschutzgesetz vor, dass Finanzvermittler zukünftig jedes Beratungsgespräch detailliert protokollieren müssen. Die Studie zeigt jedoch auch Ausnahmen auf: Der Anteil der Bankberater, die überdurchschnittlich viel Zeit mit Ihren Kunden verbringen können, stieg im vergangenen Jahr um fünf Prozentpunkte. Insbesondere die Privat- und Geschäftsbanken konnten dabei eine wachsende Mitarbeitergruppe von administrativen Aufgaben entlasten. Neue IT soll Abhilfe schaffen Der Bürokratieabbau in Banken und Sparkassen gelingt dabei vor allem durch eine verbesserte IT-Unterstützung der Mitarbeiter. So versprechen sich zwei Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte von optimierten oder zusätzlichen Softwaresystemen mehr freie Arbeitszeit für Beratungs- und Vertriebsaktivitäten. Besonders großen Nachholbedarf haben dabei eigenen Aussagen zufolge die Sparkassen. Dort glauben mehr als 80 Prozent der Befragten, dass ihre Arbeitseffektivität durch eine verbesserte IT steigen würde. Hintergrund: Für die Studie im Zeitraum vom 2. April bis 14. Mai 2009 wurden 172 Fach- und Führungskräfte aus der Bankwirtschaft online befragt.

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