Studie: Berufsunfähigkeit nimmt zu

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Die Zahl der Leistungsfälle in der Berufsunfähigkeit (BU) ist in den vergangenen fünf Jahren von 34.000 auf 42.000 angestiegen; dies entspricht einer Steigerung von 20 Prozent. Dies besagt das aktuelle Rating zur Berufsunfähigkeit des Analysehauses Morgen & Morgen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird immer wichtiger: sowohl für Verbraucher als auch für Versicherer. Dementsprechend ist der Wettbewerb groß. Immer mehr Versicherer stellen sich dem nicht nur durch einen Preiskampf bei der Berufsgruppeneinstufung, sondern durch neue Service-Angebote wie Schnell-Checks und telefonische Beratung direkt bei Antragsstellung.

Die Analysten von Morgen & Morgen prüften den Service beim Antragsprozess und im Leistungsfall von 75 Versicherungsgesellschaften. 22 davon schnitten sehr gut ab.

Der Anstieg der Leistungsfälle hat seine Ursache vor allem in der Zunahme von psychischen Erkrankungen. Diese haben Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates überholt und stehen jetzt auf Platz eins der Ursachen von Berufsunfähigkeit.

Die häufigsten Ablehnungsgründe für den BU-Leistungsfall sind: keine Reaktion des Kunden (32,25 Prozent), Nichterreichung des 50 Prozent BU-Grad (28,32 Prozent), Anfechtung und Betrug (13,08 Prozent) und sonstige Gründe (12,69 Prozent). Die Zahl der vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzugen als Ablehnungsgrund ist von 15 auf 10 Prozent zurückgegangen.

Sie sind jetzt der fünfthäufigste Ablehnungsgrund. Die Zahl der ohne Erschwernisse angenommenen BU-Anträge liegt weiterhin bei über 75 Prozent.



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