Studie des IVFP Welche Merkmale von Indexpolicen besonders wichtig sind

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Das ist durchaus nachvollziehbar. So zeigt die Analyse, dass Indexpolicen in ihrer Ausgestaltung keineswegs so einheitlich daherkommen, wie es ihr Name vermuten lässt. Die Policen würden sich „teilweise deutlich unterscheiden“, wissen die Autoren zu berichten. Das macht es den Vertriebspartnern nicht eben leicht, den Überblick zu wahren – ganz zu schweigen von deren Kunden.

Also: Wie funktionieren Indexpolicen überhaupt?

Das Grundprinzip der Indexpolice besagt, dass der Beitrag des Kunden zunächst in das Sicherungsvermögen des Anbieters wandert. Der Versicherer legt das Geld am Kapitalmarkt an und erwirtschaftet damit Überschüsse. Der Versicherungsnehmer hat dann jedes Jahr die Wahl zwischen einem Ausflug an den Aktienmarkt, indem er an der Wertentwicklung eines Index teilnimmt.

Je nach Produktdesign handelt es sich dabei um den Euro Stoxx 50, der die Kursentwicklung 50 großer börsennotierter Unternehmen der Eurozone abbildet, eher selten ist der Dax vertreten, manchmal werden auch mehrere Indizes berücksichtigt. Alternativ kann der Kunde auch die jährlich neu vom Versicherer festzulegende Überschussverzinsung wählen. Entscheidet er sich für die erste Option, so ist sein Vertragsguthaben an den Kursgewinnen des Index beteiligt.

Und wie geht das mit der Indexbeteiligung genau vonstatten?

Ein wichtiger Faktor ist, dass die erwirtschafteten Überschüsse des Versicherers nicht direkt in den jeweiligen Index investiert werden. Vielmehr kauft der Versicherer Finanzderivate wie Optionen, die die Indexbeteiligung abbilden. Anders gesagt: Das Kapital des Kunden ist also nicht in den Index selbst investiert.

Weiter ist zu betonen, dass die Überschüsse in der Regel nicht ausreichen, die Kosten der Option zu decken. Der Versicherer kompensiert dies, indem er den Versicherten nicht in vollem Umfang von der Wertentwicklung des Index profitieren lässt.

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