Eine der beliebtesten Anlagen für die kommenden zwölf Monate:<br>Das Sparbuch. Foto: Fotolia

Eine der beliebtesten Anlagen für die kommenden zwölf Monate:
Das Sparbuch. Foto: Fotolia

Studie: Deutsche interessieren sich wieder mehr für die Altersvorsorge

45 Prozent der Deutschen halten den gegenwärtigen Stand der eigenen Altersvorsorge für ausreichend. Weitere 12 Prozent geben an, sich ausreichend informiert zu haben, und etwa jeder Zehnte ist aktiv auf Informationssuche. Der Vorsorgestand hat sich damit seit 2009 wieder deutlich erholt. Gerade die mittleren Altersgruppen scheinen sich inzwischen vollständig vom Schock der Finanzkrise erholt zu haben. Bei den jüngeren Jahrgängen zeigt sich dagegen ein Rückgang der Vorsorge, speziell bei den 18- bis 30-Jährigen.

Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich erhobene Monitoringstudie „Kundenmonitor Assekuranz 2011“ des Marktforschungsinstituts You Gov Psychonomics. Für das aktuelle Thema Altersvorsorge haben die Marktforscher  
über 2.500 Entscheider und Mitentscheider in Versicherungsangelegenheiten befragt.

Als beliebteste Anlageformen für die kommenden zwölf Monate nennen die Befragten Sparbücher, Sparverträge und Sparpläne, gefolgt von Tagesgeld, Bausparverträgen und Termingeld. „Klassische und sichere Anlageformen stehen in der Gunst der Befragten aktuell weit oben“, sagt Studienleiter Christoph Müller. „Die konkrete Abschlussbereitschaft für risikoreichere börsennahe Anlageformen fällt eher gering aus. Die generelle Bereitschaft, solche Angebote in Betracht zu ziehen, steigt allerdings an.“ 

Wichtig ist für die Deutschen eine staatliche Förderung. Heute legen 68 Prozent der Befragten zwischen 18 und 55 Jahren besonderen Wert auf die Förderbarkeit von Altersvorsorge. 2008 und 2009 waren es nur 55 Prozent.

Der erste Schritt auf dem Weg zur Altersvorsorge führt viele Befragten zu einem Berater. 35 Prozent zeigen derzeit Interesse an einem Beratungsgespräch mit einem Versicherungsvertreter. Versicherungsmakler (11 Prozent) liegen im Ranking hinter unabhängigen Finanz- (18 Prozent) und Bankberatern (14 Prozent). „Während der Vertreter insbesondere von Älteren bevorzugt wird, entschließen sich jüngere Befragten überdurchschnittlich häufig für den Berater einer Bank oder Sparkasse. Die mittleren Altersgruppen vertrauen insbesondere unabhängigen Finanzberatern und Versicherungsmaklern", so Studienleiter Müller.

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