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Studie: Deutsche kaufen Aktien

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Die Deutschen sind dieses Jahr an der Börse in Kauflaune und wollen mehr Geld in Aktien anlegen. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die Research Plus im Auftrag von Schroders Investment Management durchgeführt hat. Laut Studie wollen 87 Prozent der befragten Anleger mindestens so viel Geld wie im vergangenen Jahr anlegen.  44 Prozent glauben dass sich die Investitionschancen gegenüber dem Vorjahr verbessert haben. 

40 Prozent bewerten die Investitionschancen als unverändert und lediglich 11 Prozent glauben an eine Verschlechterung. Aktien sind bei drei Viertel (76 Prozent) der Anleger die beliebteste Anlageklasse. Weltweit trifft dies nur auf etwas über zwei Drittel (68 Prozent) der Anleger zu. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) erwartet ein Wachstum ihres Depotvolumens. Ein Fünftel ist vor allem bestrebt, sich gegen Verluste abzusichern.

Die bevorzugte Anlageregion (für 59 Prozent) ist der Heimatmarkt. Dennoch glaubt fast die Hälfte (45 Prozent), dass der Asien-Pazifik-Raum die besten Investitionschancen bietet. Ganz konkret wollen aber nur 41 Prozent der deutschen Anleger asiatische Aktien kaufen. Die Forscher erklären das mit dem sogenannten Home Bias.

Die beliebtesten Anlageformen sind Schwellenländer-Aktienfonds (35 Prozent). Fast ebenso gerne (31 Prozent) legen die Deutschen ihr Geld in Aktienfonds außerhalb der Emerging Markets an. Auf börsengehandelte Indexfonds (ETFs) und Mischfonds setzen laut Studie 16 beziehungsweise 14 Prozent.

 Obwohl die Deutschen  ihre Investitionschancen durchaus optimistisch betrachten, zeigt die Studie, dass sie trotzdem recht vorsichtige Anleger sind. 52 Prozent verzichten zugunsten eines geringeren Risikos auf eine höhere Rendite. 16 Prozent sind bereit, auch mal mehr Risiken bei Investments einzugehen, wenn dafür eine hohe Rendite lockt.

Die Politik hat laut Studie einen großen Einfluss auf die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. Die Euro-Krise ist nach wie vor der größte Unsicherheitsfaktor (für 64 Prozent der deutschen und 49 Prozent der globalen Anleger). 40 Prozent sorgen sich über instabile politische Lagen und schlechte Regierungspolitik.

Auch der Bundestagswahlkampf macht sich bemerkbar. Zwei Drittel der befragten gehen davon aus, dass Angela Merkel auch nach der Wahl noch im Kanzleramt sitzt. 40 Prozent sind der Meinung, dass dies für die Entwicklung von Dax und Euro Stoxx 50 gut ist. Ihr Konkurrent Steinbrück kann die Anleger nicht derart überzeugen. Lediglich 17 Prozent glauben, dass er Kanzler wird und von diesen glauben nur 7 Prozent, dass Dax und Euro Stoxx 50 davon profitieren werden.

Doch die Euro-Krise ist nicht die einzige Sorge deutscher Anleger. Jeweils rund ein Drittel halten Inflation, Verschlechterung der Konjunktur und die Herabstufung von Staaten durch Rating-Agenturen für eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung.

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