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Studie: Deutsche sparen lieber als zu konsumieren

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Zusätzlich verfügbares Geld legen die Deutschen eher auf die hohe Kante als es auszugeben, so das Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Studie von Axa Investment Managers. Auf die Frage „Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten 50.000 Euro zur freien Verfügung - was würden Sie mit dem Geld am ehesten machen?“ sagten 60 Prozent der Befragten, dass sie das Geld anlegen würden.

Je rund ein Drittel (35 Prozent) würde eine größere Anschaffung tätigen oder die Familie beschenken (32 Prozent). Nur 14 Prozent würden das Geld für Konsumzwecke nutzen.

Sicherheit wird großgeschrieben Bei den Anlageformen spielt Sicherheit die dominierende Rolle: So würden sich 30 Prozent für das klassische Sparbuch entscheiden und 20 Prozent eine kurzfristige Geldanlage wählen. Die Aufstockung der Altersvorsorge stände hingegen nur bei 16 Prozent auf der Agenda. Im Vorjahr waren es dagegen noch 21 Prozent.

„Das Vertrauen in die Finanzbranche ist noch getrübt. Um flexibel zu bleiben, wählen Anleger deshalb eher kurzfristige Anlageformen“, begründet Karin Kleinemas, die für Nordeuropa zuständige Marketing-Chefin bei Axa Investment Managers.

Zurückhaltung bei Investmentfonds

Die Altersvorsorgefähigkeit von Investmentfonds wird im Vergleich zum Vorjahr wieder positiver eingeschätzt: Knapp die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) sieht Investmentfonds als geeignet für die Altersvorsorge an. Im Vorjahr waren es 42 Prozent. Fondsbesitzer äußern sich überdurchschnittlich positiv: Sie bestätigen zu 63 Prozent die Altersvorsorgetauglichkeit dieser Anlageform.
„Die Bevölkerung traut Investmentfonds wieder mehr zu, ist aber nach wie vor noch relativ zurückhaltend, was tatsächliche Investitionen in Fonds angeht“, so Kleinemas weiter. So geben 54 Prozent (2009: 68 Prozent) der Nicht-Fondsbesitzer, die Fonds für altersvorsorgetauglich halten, an, dass mangelnde Liquidität sie von einer derartigen Investition abhält.

In allen untersuchten Ländern der Studie belegt die Geldanlage mit Abstand den ersten Platz. So würden in Österreich 51 Prozent, in der Schweiz 62 Prozent, in Belgien 70 Prozent und in den Niederlanden 58 Prozent die zusätzliche frei verfügbare Summe anlegen.

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