Studie Deutsche wollen an Riester-Garantie festhalten

Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment, fordert einfache Rahmenbedingungen für die Riester-Rente. | © Union Investment

Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment, fordert einfache Rahmenbedingungen für die Riester-Rente. Foto: Union Investment

Die Deutschen wollen von ihrer Garantie einfach nicht lassen: Nur gut ein Achtel der Besitzer einer Riester-Rente (12 Prozent) würde für die Chance auf mehr Erträge auf die Garantie verzichten und damit mehr Risiko in Kauf nehmen. Das berichtet die Fondsgesellschaft Union Investment auf Basis der aktuellen Studie „Anlegerbarometer“, für die das Marktforschungsunternehmen 500 Menschen im Alter von 20 bis 59 Jahren befragen ließ.

Gleichwohl stellen die Studienautoren fest, dass immer mehr Anleger in Deutschland die Renditevorteile von Investmentfonds für ihre eigene Altersvorsorge erkennen würden. So geben knapp zwei Drittel der Befragten (61 Prozent) davon aus, dass sie bei gleichem finanziellen Einsatz mit Investmentfonds mehr Geld im Alter ausgezahlt bekommen als mit privaten Versicherungen (28 Prozent).

Allerdings bringen die Deutschen den Investmentgedanken nicht so recht mit einer Riester-Rente in Verbindung – so würden viele Befragte verkennen, dass auch eine fondsgebundene Riester-Rente Rendite-Potenzial habe, so die Autoren.

Die Dauerfrage der Deutschen: Lohnt sich Riester?

Dieses Ergebnis passt dann auch zur Einschätzung vieler Deutscher, wonach sich die Riester-Rente nicht lohne. Dies wird jedenfalls von 34 Prozent genannt, wenn sie angeben sollen, warum sie sich gegen die staatlich geförderte Altersvorsorge aussprechen (siehe Grafik). Mangelndes Vertrauen ist für knapp ein Viertel der Anleger (19 Prozent) der Grund, keine Riester-Rente abzuschließen. 16 Prozent hingegen sehen keine Notwendigkeit darin.

Um die Riester-Rente wieder attraktiver zu machen, müssten die Rahmenbedingungen angepasst und vereinfacht werden, fordert Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment. Etwa, indem die Zulagen dynamisch an die Beitragsbemessungsgrenze angepasst würden und das Zulageverfahren vereinfacht werde, so Erling.