Studie: Die bestbezahlten Banker der Welt

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Die Schweizer UBS-Bank vergleicht in einer seit 2009 jährlich aktualisierten Studie Preise und Löhne verschiedener Städte in unterschiedlichen Wirtschaftsräumen.

Die bestbezahlten Banker haben ihre Schreibtische in Zürich, Genf und Kopenhagen. München befindet sich immerhin auf Rang neun, während die Londoner Arbeitnehmer auf Platz 22 liegen, noch hinter Berlin und kurz vor Wien und Paris.

Schlusslichter sind Nairobi, Manila und Mumbai. Dort bezahlen die Arbeitgeber am wenigsten.

Grundlage dieser Berechnungen sind Angaben über Löhne, Sozialabgaben und Arbeitszeiten für 14 weltweit verbreitete Berufe in der Finanzbranche.

Beim Vergleich der Lebenshaltungskosten liegt Oslo als teuerste Stadt auf Platz eins. Es folgen Zürich, Genf, Kopenhagen und Stockholm. Am Ende des Rankings tut sich nicht viel - die günstigsten Städte sind Mumbai, Manila, Delhi, Nairobi und Kairo.

Zur Berechnung dieser Kosten stellten die Forscher einen repräsentativer Warenkorb zusammen, der die typischen 122 Güter enthält, die von einem Durchschnittshaushalt gekauft werden. Daraus wurde dann ein sogenannter Preisindex für die Lebenshaltung ermittelt.

UBS hat außerdem die Kaufkraft der verschiedenen Städte miteinander verglichen, das heißt welche Gütermenge aus dem repräsentativen Warenkorb mit einem bestimmten Geldbetrag gekauft werden kann.

Am meisten bekommen demnach die Einwohner von Zürich, Sydney, Luxemburg, Miami und Los Angeles für ihr Geld. Schlusslichter sind mal wieder Jakarta, Nairobi, Manila, Mexiko City und Mumbai.

Zusammengefasst ergeben die Studienergebnisse folgendes Bild: Sowohl Löhne, wie auch Lebenserhaltungskosten und Kaufkraft sind in Nord- und Mittel-Europa, sowie in Australien und Amerika am höchsten. Firmen in Asien, Afrika, Ost-Europa und Latein-Amerika bezahlen ihrer Arbeitnehmer zwar am schlechtesten, was dazu führt dass die Kaufkraft der Arbeiter am geringsten ist. Dafür sind allerdings auch die Lebenserhaltungskosten vergleichweise niedrig.

Im Vergleich zur letzten Studie in 2009 hat sich vor allem im Bezug auf den Unterschied zwischen den Wirtschaftsräume Europa und Amerika einiges getan:

Seit 2009 hat der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken über einen Viertel seines Wertes eingebüsst, der Euro ist in Franken ungefähr 20 Prozent billiger als bei der letzten Erhebung für Preise und Löhne vor zwei Jahren, und der australische Dollar hat um über 40 Prozent gegenüber dem US-Dollar zugelegt.

Hier zeigt sich, dass ein starker australischer Dollar dazu führt, dass Sydney plötzlich viel teurer ist, dass aber auch das Lohnniveau gestiegen ist. Dies zeigt, dass Währungsveränderungen sich nur beschränkt innerhalb eines Landes auswirken.

Wegen der Schwäche des US-Dollars sind amerikanische Metropolen jetzt billiger als vor zwei Jahren.

Zur genauen Methodik der Untersuchungen und weiteren Studienergebnissen geht’s hier.

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