Studie: Die Deutschen wollen keine Zwangsaltersvorsorge

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Der von manchen Riester-Kritikern vorgeschlagenen staatlichen Zusatzvorsorge stehen die Deutschen überwiegend skeptisch gegenüber. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment hervor. Dabei wurden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die mindestens eine Geldanlage besitzen.

60 Prozent der Befragten bewerten eine staatliche Zwangslösung schlechter als die bisherige Regelung einer freiwilligen Altersvorsorge. Immerhin 36 Prozent sind für eine verpflichtende Zusatzrente.

Darüber hinaus hält die Mehrheit der Umfrageteilnehmer eine Einmischung des Staates in die langfristige Finanzplanung seiner Bürger nicht für sinnvoll. Die Frage, ob die Altersarmut durch eine vom Staat verwaltete Lösung wirksam eingedämmt werden kann, verneinen 67 Prozent. 29 Prozent sehen dagegen in diesem Vorgehen ein geeignetes Mittel zur Bekämpfung dieses Problems.

Die Kritik an der Riester-Rente geht indes nicht spurlos an den Verbrauchern vorbei, so ein weiteres Studienergebnis. So gibt knapp die Hälfte (44 Prozent) der Befragten an, negative Berichte über die Riester-Rente gelesen oder gesehen zu haben.

Als häufigster Kritikpunkt blieb der Vorwurf einer geringen Rendite (27 Prozent) im Gedächtnis, gefolgt von hohen Gebühren und Provisionen. Mehr als jeder Fünfte konnte sich allerdings bei der negativen Berichterstattung an keinen konkreten Vorwurf erinnern.

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