Studie: Die Einkommensschere ist bei Maklern besonders groß

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Die deutschen Versicherungsvermittler-Betriebe machen im Schnitt 202.000 Euro Umsatz und 64.000 Euro Gewinn im Jahr. Das ergab eine Online-Umfrage unter fast 500 Maklern, Mehrfachvertretern und Ausschließlichkeitsvertretern, die Matthias Beenken, Professor an der Fachhochschule Dortmund und ehemaliger Chefredakteur des „Versicherungsjournals“, zusammen mit dem Dienstleister „Versicherungsforen Leipzig“ und dem Marktforschungsinstitut Skopos durchgeführt hat.

Als Umsatz definierten die Forscher Einnahmen aus Provisionen, Courtagen, Honoraren und sonstigen Vergütungen. Beim Gewinn betrachteten sie den steuerlichen Gewinn oder das Betriebsergebnis.

Sowohl die Umsätze als auch die Gewinne sind in der Branche sehr ungleich verteilt, so das Kernergebnis der Studie. So erreichten immerhin 48 Prozent aller Unternehmen einen Umsatz von weniger als 100.000 Euro im Jahr. Besonders hoch war dieser Anteil bei Maklern: 51 Prozent von ihnen setzten nicht einmal 100.000 Euro im Jahr um. Bei den Ausschließlichkeitsvertretern waren es 42 Prozent.

Ähnlich verhält es sich mit den Gewinnen: 54 Prozent der Makler, und 46 Prozent der Ausschließlichkeitsvertriebe kamen auf weniger als 50.000 Euro. Damit lasse sich ein professioneller Betrieb mit Büro, Mitarbeitern und einem angemessenen Unternehmerlohn nicht finanzieren, so die Forscher.

Auf der anderen Seite fanden die Forscher auch mehr Großverdiener unter den Maklern. So nahmen 20 Prozent der Makler, aber nur 16 Prozent der Ein-Firmen-Vermittler mindestens 100.000 Euro Gewinn mit nach Hause. 26 Prozent der Makler und 14 Prozent der Ausschließlichkeitsvertreter kamen sogar auf mehr als 250.000 Euro im Jahr.

Das liege daran, dass Versicherer einem Ausschließlichkeitsvertreter einerseits ein Mindesteinkommen sichern müssen, andererseits aber auch darauf achten, dass Agenturen nicht zu groß werden, erklären die Forscher.

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