Quelle: Istock

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Studie: Die meisten Immobilien waren 2008 nicht überbewertet

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Während in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden viele Wohn-, Büro- und Gewerbegebäude höhere Preise erzielten, als sie laut dem Gutachten wert waren, wurden viele britische Immobilien unter ihrem ermittelten Marktwert verkauft.

Dies geht aus einer Studie der Immobiliendatenbank IPD Investment Property Databank und der britischen Vereinigung von Immobilienfachleuten Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hervor. Untersucht wurden tatsächliche Verkäufe von Objekten, bei denen seit der letzten Bewertung mindestens drei Monate vergangen waren. Portfoliotransaktionen blieben für die Untersuchung unberücksichtigt.
60 Prozent der deutschen Immobilien wurden zum Verkehrswert verkauft

Der Anteil der Verkaufsfälle, bei denen der erzielte Verkaufspreis weniger als 10 Prozent von der letzten Bewertung abwich, hat sich in allen vier untersuchten Ländern gegenüber dem Vorjahr erhöht. In Großbritannien und Deutschland wich bei 60 Prozent der ausgewerteten Verkäufe der Preis weniger als 10 Prozent nach oben oder unten vom Marktwert ab. „In Frankreich konnten nur knapp 50 Prozent der Verkaufsfälle eine derart geringe Differenz aufweisen – dagegen sind es den Niederlanden 62 Prozent der Fälle“, erklärt Daniel Piazolo, Geschäftsführer von IPD Deutschland. Doch Abweichung ist nicht gleich Abweichung. So bewerteten Gutachter die Immobilien in Frankreich – dem Land mit den meisten Differenzen – oft zu vorsichtig. Dort wurden 71 Prozent der Objekte über ihrem Marktwert verkauft. In Großbritannien waren das nur 32 Prozent. Deutschland und die Niederlanden lagen mit rund 60 Prozent dazwischen. (siehe Grafik). „Die britische Immobilienpreise haben 2008 ihren historischen Tiefpunkt erreicht“, so die Studie. 2007 zahlten Investoren auf dem britischen Markt noch für 58 Prozent der Objekte mehr als sie offiziell wert waren.

Insgesamt 5 Prozent des gesamten Immobilienbestandes in Deutschland verkauft

Insgesamt registrierte IPD im vergangenen Jahr 190 Verkäufe in Deutschland. Das sind 5 Prozent der gesamten Immobilienbestände, die in der Deutschland-Datenbank registriert sind. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) davon wurden bereits im ersten Quartal verkauft. Den größten Anteil machten dabei die Büroimmobilien aus.

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