Studie enthüllt So viel Strom frisst das Bitcoin-System

Bitcoin-Farm in Russland: Die Kryptowährung wird geschürft, indem Unmengen an Computern Rechenaufgaben lösen | © Getty Images

Bitcoin-Farm in Russland: Die Kryptowährung wird geschürft, indem Unmengen an Computern Rechenaufgaben lösen Foto: Getty Images

Wenn man sich die Studie aus dem Magazin „Nature Sustainability“ ansieht, kommt man zweifellos zu dem Schluss: Effizienz geht anders. Denn von 2016 bis Mitte 2018 kostete es 17 Megajoule, um Bitcoin im Gegenwert eines einzigen US-Dollars zu schürfen. Das sind umgerechnet 4,7 Kilowattstunden. Man bedenke: Ein Bitcoin kostet zurzeit 6.275 Dollar. Mit den dafür nötigen 29.500 Kilowattstunden könnte man neun Vier-Personen-Haushalte in Deutschland ein Jahr lang versorgen. Ein einziger Bitcoin.

Zum Hintergrund: Bitcoin werden erschaffen, indem weltweit Computer Rechenaufgaben lösen. Hat jemand ein Rätsel geknackt, entsteht ein neuer Block für die Blockchain, und als Lohn gibt es neu erschaffene Bitcoin. Die Zahl aller Bitcoin ist auf 21 Millionen gedeckelt, dann endet auch die Rechnerei.

Immerhin schneiden andere betrachtete Kryptowährungen besser ab. Ethereum und Litecoin verbrauchen jeweils 7 Megajoule und Monero 14 Megajoule je erzeugtem Dollar Gegenwert.

Zudem haben die Autoren betrachtet, wie viel Energie herkömmlicher Bergbau benötigt. Für jeden Dollar in gefördertem Aluminium braucht man zwar gigantische 122 Megajoule. Alu gilt aber auch als Dreckschleuder unter den Metallen. Bei Kupfer, Gold und Platin werden jedoch vergleichsweise überschaubare 4, 5 und 7 Megajoule je Dollar Gegenwert fällig. Deutlich weniger als beim Bitcoin.

Der geschätzte Jahresverbrauch für das Bitcoin-System liegt derzeit bei 73 Terrawattstunden. Das ist mehr als der doppelte Verbrauch des gesamten Staates Dänemark.