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Studie: Europäer mögen das Sparkonto

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Trotz der geringen Verzinsung war das Sparkonto in den vergangenen zwölf Monaten mit 40 Prozent das beliebteste Anlageprodukt. Das geht aus einer Studie zur Qualität der Finanzberatung hervor, die TNS Sofres im Auftrag von Fidelity Worldwide Investment unter 12.000 Privatanlegern in 14 europäischen Ländern durchgeführt hat.

Mit jeweils 58 Prozent setzen die Sparer aus Großbritannien und den Niederlanden am stärksten auf diese zwar risiko-, aber auch weitgehend renditelose Form des Sparens. Es folgen Polen (51 Prozent), Belgien (49 Prozent), Frankreich (43 Prozent) und Österreich (41 Prozent).

Deutschland liegt zwar mit 35 Prozent der Menschen, die ihre Ersparnisse aufs Sparbuch legen, unter dem europäischen Durchschnitt. Trotzdem rangiert diese Anlageform auf der Beliebtheitsskala ganz oben, noch vor Aktien (31 Prozent), Investmentfonds (29 Prozent) und der privaten Altersvorsorge (14 Prozent).

Deutsche meiden Staats- und Unternehmensanleihen

Neben Staatsanleihen, die nur 5 Prozent der befragten Deutschen überzeugen konnten, rangieren auch Unternehmensanleihen ganz weit unten auf der Beliebtheitsskala. Nur 6 Prozent der Deutschen nutzten in den vergangenen zwölf Monaten diese Anlageform. Im europäischen Durchschnitt waren es 7 Prozent.

Ganz anders sieht es in Italien aus, wo 23 Prozent der befragten Sparer auf Unternehmensanleihen setzten. Auch die Staatsanleihen sind bei den Italienern äußerst gefragt: Trotz zunehmenden Sorgen um die Finanzkraft des Landes kauften im vergangenen Jahr 21 Prozent der befragten italienischen Sparer Regierungspapiere. Neben den Italienern setzten auch die polnischen (14 Prozent), dänischen (12 Prozent) und spanischen (9 Prozent) Sparer mehr auf diese Anlageklasse als der Durchschnitt der Befragten (8 Prozent) in Europa.

Kein Nord-Süd-Gefälle bei der Risikobereitschaft

Auch Aktien sind bei den Südeuropäern beliebt: 36 Prozent der Italiener und 35 Prozent der Spanier nutzten diese Anlageform. Im Europa-Durchschnitt waren es nur 30 Prozent. Dem gegenüber stehen jeweils 28 Prozent der italienischen und spanischen Sparer, die in den letzten zwölf Monaten Geld auf ein Sparkonto eingezahlt haben.

Noch risikobereiter als die Südeuropäer zeigten sich die Skandinavier. So gab die Hälfte aller Dänen an, zuletzt direkt in Aktien investiert zu haben. Bei den Finnen waren es 39 Prozent.

Auch bei Kapitalanlagen in Investmentfonds sind die Nordlichter Spitzenreiter: 54 Prozent der Norweger haben inmitten der Kapitalmarktturbulenzen Fondsanteile gekauft - gefolgt von ihren finnischen (53 Prozent) und schwedischen (47 Prozent) Nachbarn.

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