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Studie: Fondspolicen weiter im Aufwind

Studie: Fondspolicen weiter im Aufwind

Fondspolicen bleiben der Absatzrenner unter den Altersvorsorgeprodukten. Mit einem Neuvertragsvolumen von 1,9 Milliarden Euro legte das Geschäft im vergangenen Jahr um rund ein Drittel gegenüber dem Vorjahr zu und wuchs damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt für Lebensversicherungen (plus 2,5 Prozent). Das hat das FLV-Update 2007 des Beratungsunternehmens Towers Perrin ergeben. „Mittlerweile wird beinahe jeder dritte Euro für die Altersvorsorge in fondsgebundene Lebens- (FLV) oder Rentenversicherungen (FRV) investiert“, sagt Towers-Perrin-Chef Marcel Schmitz. 

Wachstumstreiber sind insbesondere die staatlich geförderten Versicherungsprodukte: Rund 40 Prozent der Fondspolicen sind Riester- oder Rürup-Verträge. Zum ersten Mal hängten dabei die Fonds-Produkte gegen Einmalprämie (2,1 Milliarden Euro) die gegen laufenden Beitrag (1,7 Milliarden Euro) ab. 

Weiteren Aufwind könnte die Fondspolice durch die Einführung der Abgeltungssteuer im kommenden Jahr erfahren: „Während traditionelle Lebensversicherungen im Vergleich eher unattraktiv bleiben, erwarten wir, dass die Abgeltungssteuer ein verstärktes Umschichten von Vermögenswerten in fondsgebundene Versicherungsprodukte gegen Einmalbeitrag auslösen wird“, erklärt Schmitz. 

Der Grund: Bei einem direkten Investment in Fonds müssen ab 2009 Dividenden und realisierte Kursgewinne jedes Jahr mit 25 Prozent versteuert werden. Bei Policen hält der Fiskus erst bei Zahlung der Ablaufleistung die Hand auf. Ist der Versicherte dann mindestens 60 Jahre alt und lief der Vertrag mindestens zwölf Jahre muss nur die Hälfte des Ertragsanteils versteuert werden. 

Zum Hintergrund: Das Neuvertragsvolumen wird am Annual Premium Equivalent (APE) gemessen. Das ist die Summe aller Prämieneinnahmen aus Lebensversicherungen mit regelmäßigen Zahlungen plus ein Zehntel aller Einnahmen aus Versicherungen mit Einmalzahlung.

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