Peter Schwicht

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Studie: Institutionelle Investoren verändern Investmentansätze

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Dies geht aus einer Studie von J.P. Morgan Asset Management hervor. Dabei wurden 194 institutionelle Investoren aus 14 europäischen Ländern zu ihren Markterwartungen, ihrer Portfoliostrukturierung und geplanten Umschichtungen sowie zu ihrer Investmentstrategie befragt.

Fast zwei Drittel (61,5 Prozent) der Befragten haben ihre ursprünglich vor der Krise geplante Aktienallokation auch im Juni 2009 nicht verändert. 24,2 Prozent wollen die Aktienquote sogar noch ausbauen. Als Ziele nennen dabei die meisten die globalen Schwellenländer und den Asien-Pazifikraum; die schlechtesten Entwicklungschancen erwarten sie für Japan. Lediglich 14,3 Prozent der befragten Institutionellen wollen ihre Aktienquote zukünftig reduzieren.

Deutsche Investoren sind konservativer als die Briten

„Es zeigt sich länderübergreifend ein klarer Trend: Institutionelle Anleger flüchten nicht aus Aktieninvestments, im Gegenteil, sie wollen sie noch ausbauen“, erklärt Peter Schwicht, Leiter von J.P. Morgan Asset Management in Deutschland, der gleichzeitig das institutionelle Geschäft in Kontinentaleuropa verantwortet.

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Bei dem geplanten Aktienanteil bestehen jedoch große Unterschiede zwischen Großbritannien und Kontinentaleuropa. Während britische Institutionelle im Schnitt 56 Prozent ihres Vermögens in den kommenden 12 Monaten in Aktien anlegen wollen, sind es bei den Befragten in Kontinentaleuropa lediglich 29 Prozent. Besonders konservativ zeigen sich dabei die Deutschen: Ihr geplanter Aktienanteil liegt bei 27 Prozent.

Mehr als die Hälfte der befragten Anleger gibt an, Änderungen bei den Rahmenbedingungen ihrer Portfoliokonstruktion zu planen oder bereits umgesetzt zu haben. So sollen beispielsweise in Krisenzeiten die Zeitintervalle ausgeweitet oder die Kursspannen angepasst werden.

Zudem hat die Finanzkrise eine signifikante Verlagerung von quantitativen Investmentansätzen auf Anlageprozesse, die auf Fundamentalanalysen beruhen, bewirkt. Laut Studie wollen 59 Prozent der Befragten ihren fundamentalen Anteil ausbauen. Bei quantitativen Ansätzen ist dies hingegen nur für 11 Prozent der Fall; ein Drittel der Befragten will diesen Anteil sogar reduzieren. Am deutlichsten zeigt sich der Trend bei den größeren Institutionen: 80 Prozent dieser Gruppe bevorzugen fundamentale Prozesse.

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