Jörg Knaf

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Studie: Investoren wollen Immobilien und Aktien

Immobilien und Aktien gehören in der nahen Zukunft zu den beliebtesten Anlageklassen deutscher Investoren. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Durable Portfolio Construction Research Center von Natixis Global Asset Management (NGAM) hervor. Zwei von drei Investoren planen eine Erhöhung ihrer Immobilienquote. Fast genauso viele (63 Prozent) wollen globale Aktien kaufen. Die Quote von Aktien aus Schwellenländern wollen etwas mehr als die Hälfte der Befragten erhöhen, bei deutschen Aktien sind es 40 Prozent.

„Wir interpretieren die Ergebnisse so, dass eine große Rotation von Bonds zu Aktien stattfindet“, kommentiert Jörg Knaf, geschäftsführender Direktor der NGAM für Nordeuropa.

Zwei Drittel deutscher Investoren glaubt, in den kommenden drei Jahren Schwierigkeiten bei der Finanzierung von langfristigen Verpflichtungen zu bekommen. Als Grund nennen die Befragten vor allem die geringen Renditen (87 Prozent) sowie die Volatiliät der Märkte (84 Prozent). Die Inflation nimmt dagegen nach Meinung der Befragten kaum Einfluss auf die Portfoliostruktur, obwohl 58 Prozent sie als Problem betrachten.

Ungefähr sieben von zehn Befragten glauben, dass sich in Zukunft die bisherige Portfoliostrukturierung ändern muss, um die Rendite zu steigern und Risiken beherrschbar zu halten. So haben schon jetzt 73 Prozent der Befragten alternative Investments in ihrem Portfolio und 65 Prozent glauben daran, dass diese mehr Rendite bringen als im Jahr 2012.

Die Studie zeigt zudem, dass neben okönomischen auch ethische und soziale Aspekte eine Rolle bei der Portfoliokonstruktion spielen. Ungefähr die Hälfte der deutschen Investoren gibt an, dass dies bereits jetzt Einfluss auf ihre Investitionsentscheidungen nimmt.

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