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Studie: Makler wollen unabhängig bleiben

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89 Prozent der von Towers Watson befragten 300 Makler wollen unabhängig bleiben, obgleich die Beratung immer komplexer wird und die Belastung durch die EU-Vermittlerrichtlinie in der Wahrnehmung der Makler gestiegen ist. Dabei stellen die Makler konkrete Anforderungen an die Gesellschaften, mit denen sie zusammenarbeiten.

Für 91 Prozent sind klare interne Strukturen und Zuständigkeiten in den Unternehmen die wichtigste Vertriebsunterstützung. Dann folgen Seminare (89 Prozent), eine Experten-Telefonhotline für Vermittler (86 Prozent) und versichererneutrales Material für die Kundenberatung (82 Prozent).

Die Entscheidung, mit welcher Gesellschaft zusammengearbeitet wird, machen 66 Prozent der befragten Makler von den Produkten abhängig, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Finanzstärke des Produktanbieters ist für jeden zweiten Makler ein wichtiges Kriterium. Deutlich an Bedeutung hat die professionelle Verwaltung gewonnen. Sie stieg von 30 Prozent im Vorjahr auf 44 Prozent an.

Absatz von Fondspolicen nimmt zu

Die Nachfrage nach Fondspolicen zieht allmählich wieder an. Dies beobachten 49 Prozent der Makler, nachdem im Vorjahr die Mehrheit der Makler über eine sinkende Nachfrage klagte (60 Prozent). Dabei halten 74 Prozent der Makler Fondspolicen mit Garantiekomponenten für leistungsfähiger als klassische Rentenversicherungen. Das sind sieben Prozent mehr als im Jahr 2009.
In den Beratungsgesprächen werden Themen wie Renditeperspektiven wieder bedeutender (46 Prozent, 2009: 44 Prozent). Über die Flexibilität der Kapitalanlage wollen 51 Prozent der Kunden informiert werden. Davon abgesehen, ist die Sicherheit der Kapitalanlage weiterhin das wichtigste Thema (85 Prozent). Gleichzeitig wird die Sicherheit des Vertragspartners den Kunden offenbar unwichtiger. Hier ist ein Rückgang von 74 auf 55 Prozent zu verzeichnen.

Für 74 Prozent der Makler gehören Berufsunfähigkeitsversicherungen in 2010 zu den Hauptumsatzträgern sowie fondsgebundene Rentenversicherungen der dritten Schicht (42 Prozent) und fondsgebundene Basisrenten (40 Prozent). Auch die Pflegeversicherung gewinnt in der Maklerschaft zunehmend an Bedeutung. Hielten 2009 lediglich 14 Prozent der Makler die Pflegeversicherung für interessant, sehen heute bereits 30 Prozent darin einen Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit.

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