Noch schauen Privatinvestoren beim Thema Geldanlage lieber<br>in die Zeitung, anstatt sich aufs Internet zu verlassen.<br> Quelle: Fotolia

Noch schauen Privatinvestoren beim Thema Geldanlage lieber
in die Zeitung, anstatt sich aufs Internet zu verlassen.
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Studie: Noch ist die Zeitung für Anleger wichtiger als das Internet

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Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, für die das Marktforschungsinstitut TNS Infratest 1.072 Bundesbürger ab 18 Jahren befragte.
72 Prozent der Befragten gaben an, sich mit Hilfe von Tageszeitungen über Anlagethemen zu informieren. Während dieser Wert im Vergleich zum letzten Jahr leicht gesunken ist (2010 schauten noch 75 Prozent in die Zeitung), ist der Anteil der Privatanleger, die bei wichtigen Fragen ihren Berater konsultieren, von 64 auf 71 Prozent gestiegen. „Ganz offensichtlich schenken die Anleger ihren Anlageberatern wieder mehr Vertrauen als noch zu Zeiten der Finanzkrise“, kommentiert Peter Schirmbeck, Leiter des Privatkundengeschäfts der DZ Bank die Studienergebnisse. Internet wird immer wichtiger Dennoch wird das Internet für die Privatanleger immer wichtiger. 53 Prozent der Befragten informieren sich auf den Websites von Finanzdienstleistern und Banken. 42 Prozent greifen beim Thema Geldanlage auf Online-Beiträge von Verlagen oder anderen Nachrichtenseiten zurück. Die wichtigste Anforderung der Befragten an die Internetpräsenz einer Bank ist der schnelle Zugang zu Informationen. Gleich dahinter folgt die Möglichkeit, Kontakt zu einem persönlichen Bankberater aufzunehmen. Detaillierte Produktinformationen wünschen sich zwei Drittel der Befragten, 42 Prozent erwarten zudem Werkzeuge zur Finanzplanung, jeder Dritte Transaktionsmöglichkeiten und Mobile Banking. Vertrauen in Twitter & Co. rückläufig Während die klassischen Online-Informationsangebote schnell an Bedeutung gewinnen, sind Anleger beim Thema Social Media noch zögerlich. Das Vertrauen in die Sozialen Netzwerke hat in den letzten zwölf Monaten sogar abgenommen. Verließen sich im letzten Jahr noch 19 Prozent auf eine Finanzempfehlung aus dem Web 2.0, gaben dieses Jahr nur noch 15 Prozent an, einem Finanzprodukt-Ratschlag auf Facebook, Twitter und Co zu vertrauen. So sagt jeder zweite: „ Solche Plattformen liefern keine zuverlässigen Informationen für Anleger.“ Bei den 18 bis 29 Jährigen, sind sogar 77 Prozent dieser Meinung.
Nur 4 Prozent der Anleger sind derzeit selber aktiv und stellen eigene Bewertungen und Beiträge ins Internet.

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