Viele Privatbank-Mitarbeiter hören sich lieber <br> selbst reden, anstatt dem Kunden zuzuhören; <br> Quelle: Fotolia

Viele Privatbank-Mitarbeiter hören sich lieber
selbst reden, anstatt dem Kunden zuzuhören;
Quelle: Fotolia

Studie: Nordea ist die beste europäische Privatbank

Dies geht aus einer Studie der Online-Plattform MyPrivateBanking.com hervor. Die Forscher haben 20 der größten und wichtigsten europäischen Banken mit Hilfe von Testkunden in drei Bereichen – Kundenberatung, Asset Allocation und Gesamtkosten – getestet. Dabei gaben die Testkunden vor, verheiratete Unternehmer mit einem Kind zu sein und 1,5 Millionen Euro bei der Bank anlegen zu wollen.

Von 100 Punkten, die maximal zu erreichen waren, haben die Banken durchschnittlich nur rund die Hälfte (52 Punkte) erreicht. Die beste Bank kam auf 79, die schlechteste auf 26 Punkte.
Die größten Mängel zeigten die Vermögensverwalter bei der Kundenberatung. Vor allem mit dem Zuhören hatten die meisten Privatbank-Mitarbeiter Probleme: Rund ein Viertel von ihnen stellte dem Kunden keine einzige Frage und redete stattdessen lieber selbst. Und auch wenn der Kunde zu Wort kommen und seine Wünsche äußern konnte, blieben diese oft unberücksichtigt. So empfahlen viele Berater dem Testkunden eine sicherheitsorientierte Anlagestrategie, obwohl der Kunde ausdrücklich einen mittelfristigen Anlagehorizont und eine mittlere Risikobereitschaft angab. 

Gesamtsieger: Nordea, Sal Oppenheim und UBS

Doch es gab auch Ausnahmen. In der Gesamtwertung schnitt die skandinavische Privatbank Nordea am besten ab, gefolgt von Sal Oppenheim, UBS, der Deutschen Bank und BNP Paribas.

Bei der Kundenberatung erzielten die UBS-Mitarbeiter Spitzenwerte. Auf dem zweiten Rang folgte der Gesamtsieger Nordea, Drittplatzierter wurde die Barclays Bank. Bei der Asset Allocation teilten sich die Deutsche Bank und Uni Credit den ersten Platz, gefolgt von Nordea. Bei den Kosten führte Sal. Oppenheim vor Lomabrd Odier und UBP.

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