Quelle: Union Investment

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Studie: Privatanleger so optimistisch wie vor der Krise

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45 Prozent der Anleger rechnen mit einem andauernden Aufschwung an den Börsen. Die Zahl der Pessimisten ist auf 20 Prozent gesunken und hat damit den niedrigsten Stand seit dem dritten Quartal 2007 (19 Prozent) erreicht.

Dies geht aus einer Studie von Union Investment hervor, die durch das Marktforschungsinstitut Forsa durchgeführt wurde. Dabei wurden 500 Finanzentscheider in deutschen Privathaushalten befragt, die mindestens eine Geldanlage besitzen.

Männer optimistischer als Frauen

Nach wie vor blicken Männer mit 51 Prozent optimistischer in die Zukunft als Frauen (35 Prozent). Von einer negativen Entwicklung gehen 24 Prozent der Frauen aus, aber nur 18 Prozent der befragten Männer.
Hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten sechs Monaten haben kritische Stimmen im Vergleich zum Vorquartal deutlich an Boden verloren. Nur noch 38 Prozent der Befragten erwarten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Das sind 8 Prozentpunkte weniger als im letzten Quartal und 27 Prozentpunkte weniger als vor einem halben Jahr.
Die Anzahl der Befragten, die von einer wirtschaftlichen Erholung ausgehen, stieg hingegen gegenüber dem dritten Quartal 2009 um 5 Prozentpunkte auf 30 Prozent.

„Die jüngsten Konjunkturdaten zeigen, dass das Schlimmste hinter uns liegen dürfte“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsmitglied der Union Investment. Mit Wachstumsraten wie vor Ausbruch der Krise sei aber längerfristig nicht zu rechnen.

Immer mehr Anleger rechnen mit steigender Inflation

Fast die Hälfte der Befragten rechnet indes mit anziehenden Inflationsraten. 47 Prozent erwarten steigende Preise in den nächsten sechs Monaten. Im Vorquartal waren es lediglich 42 Prozent. „Damit stieg dieser Wert nunmehr das vierte Quartal in Folge an“, so die Forscher. Demgegenüber gehen nur noch 16 Prozent von fallenden Preisen aus – das sind 5 Prozentpunkte weniger als im vergangenen Quartal.

Auch hier geben sich Frauen deutlich pessimistischer als Männer. So sind 52 Prozent der Befragten Anlegerinnen der Meinung, dass die Preise demnächst steigen werden. Bei den Männern sind es nur 44 Prozent. Umgekehrt tippen nur 12 Prozent der Frauen gegenüber 19 Prozent der Männer auf fallende Preise.

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