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Studie: Selbst Besserverdiener sorgen kaum für finanziellen Notfall vor

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Dies geht aus der aktuellen Studie „Risikobewertung und Risikobewusstsein in privaten Haushalten in Zeiten der Krise“ hervor. Die Studie wurde vom Marktforschungsinstitut TNS in Kooperation mit US-Forschern der Harvard Business School (Massachusetts) und des Dartmouth College (New Hampshire) entwickelt. In Deutschland wurden dafür insgesamt 1.107 Personen von TNS Infratest online befragt.

57 Prozent der Bundesbürger rechnen nicht mit einem finanziellen Engpass in der näheren Zukunft. Würde es trotzdem dazu kommen, stünden die meisten Befragten schlecht da: 54 Prozent von ihnen könnten nach eigener Aussage keine 1.500 Euro für eine unerwartete Ausgabe binnen eines Monats aufbringen.
Das Problem haben nicht nur Geringverdiener. Selbst unter den Befragten mit einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro haben 25 Prozent keine 1.500 Euro auf der hohen Kante. Vor allem die mittleren Altersjahrgänge zwischen 25 und 45 Jahren sind sich sicher, auf soviel Geld im Ernstfall nicht kurzfristig zurückgreifen zu können.

Bei der Geldbeschaffung für den Notfall wäre ein Rückgriff auf die eigenen Ersparnisse für 52 Prozent die erste Wahl. 32 Prozent würden in der Familie und 11 Prozent im Freundeskreis um finanzielle Unterstützung bitten. Wertgegenstände aus dem eigenen Besitz zu verkaufen, käme für elf Prozent in Betracht – solange es nicht das Eigenheim oder die Eigentumswohnung betrifft. 14 Prozent würden Überstunden machen oder einen zweiten Job annehmen.

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