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Studie: Versicherer machen sich Sorgen

Pessimismus macht sich breit in der Versicherungsbranche: Jeder vierte Versicherer rechnet kurz- bis mittelfristig mit sinkenden Umsätzen, knapp jeder zweite erwartet stagnierende Geschäfte. Zu schaffen machen der Assekuranz vor allem rechtliche Änderungen wie Solvency II, das Versicherungsvertragsgesetz inklusive Informationspflichtenverordnung, die Gesundheitsreform und die EU-Vermittlerrichtlinie. Das zeigt der „Branchenkompass Versicherungen“ der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting. 100 große Versicherer befragte das Unternehmen zu ihren Investitionszielen und ihrer Marktpolitik bis zum Jahr 2011.

Danach rechnen die Versicherer in den kommenden drei Jahren auch mit einem härteren Wettbewerbsdruck. Ein Drittel der Befragten sieht hierin eine der großen Herausforderungen bis 2011. Um sich in dieser Zeit zu behaupten plant jeder dritte Versicherer die Entwicklung neuer Produkte. In der Krankenversicherung setzen die Anbieter beispielsweise verstärkt auf sogenannte Assistance-Komponenten. Sie sehen vor, dass der Versicherte etwa nach einem Unfall eine Haushaltshilfe zur Seite gestellt bekommt, die für ihn einkaufen geht und putzt.

Neben Produktinnovationen will jeder fünfte Versicherer aber auch den Vertrieb der Produkte verbessern. Ein Mittel dazu ist etwa die verstärkte Kooperation mit Maklern.

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