Studie: Versicherungen haben Probleme mit Risikomanagement

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Eine Studie im Auftrag des Vermögensverwalters State Street hat ergeben, dass mehr als jedes Vierte Versicherungsunternehmen weltweit Schwierigkeiten beim Risikomanagement hat. So gaben 29 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass sie seit Beginn der Finanzkrise Geschäftsbereiche aufgrund verschärfter Kapitalanforderungen oder wegen mangelhaften Risikomanagements geschlossen haben.
Besonders Europa (39 Prozent) ist laut der Studie davon betroffen, während der Nahe Osten und Afrika (EMEA) mit 25 Prozent leicht unter dem globalen Durchschnitt liegt. In Nord- und Südamerika gaben lediglich 16 Prozent der befragten an, Geschäftsbereiche verkauft zu haben.
„Der Wandel innerhalb der Versicherungsbranche hat auch eine transformative Wirkung auf die Unternehmen selbst. Um in diesem veränderten Umfeld bestehen zu können, rückt das Risikomanagement naturgemäß in den Fokus“, kommentiert David Howie, Senior Vize Präsident des Auftraggebers die Studie.
Die große Mehrheit der Befragten, zwischen 88 Prozent in der EMEA-Region und 93 Prozent in Amerika, bezeichnete diese Fokussierung auf das Risikomanagement allerdings als „Herausforderung“.
Für 80 Prozent der Befragten war zudem die Balance von Liquidität und Rückstellungen ein Problem.
Die Economist Intelligence Unit führte die Studie im April durch. Befragt wurden über 300 Führungskräfte weltweit. 36 Prozent der Befragten waren in der Region Asien- Pazifik tätig, 26 Prozent in Nord- und Südamerika und 38 Prozent in den EMEA.

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