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Aktualisiert am 08.07.2019 - 14:20 UhrLesedauer: 2 Minuten

Studie von AGI ESG-Kriterien schützen vor allem vor Verlusten

Windräder. Investoren, die lediglich ein durchschnittliches besseres Nachhaltigkeits-Rating für ihr Portfolio anstreben, haben dadurch allein noch keinen Rendite-Vorteil, lautet das Fazit einer Studie von AGI.
Windräder. Investoren, die lediglich ein durchschnittliches besseres Nachhaltigkeits-Rating für ihr Portfolio anstreben, haben dadurch allein noch keinen Rendite-Vorteil, lautet das Fazit einer Studie von AGI. | Foto: Petra Bork/pixelio.de

Anlegen nach ESG-Gesichtspunkten, also unter Berücksichtigung von  ökologischen, sozialen und Unternehmensführungs-Faktoren,  ist unter Profi-Investoren derzeit ein gefragter Ansatz. Aber wie wirkt er sich auf das Rendite/Risiko-Profil aus – und wie sollte ein Portfolio konstruiert sein, um alle drei Faktoren optimal zu integrieren?

Das hat jetzt der Asset Manager des Allianz-Konzerns, Allianz Global Investors, untersucht. In  einer aktuellen Studie kommt Steffen Hörter, globaler Leiter ESG, zu dem Schluss, dass ein ESG-optimiertes Portfolio Anleger vor allem vor Extremrisiken und damit verbundenen finanziellen Verlusten schützt. Mit Extremrisiken sind Einflüsse gemeint, die sich langfristig negativ auf die Umwelt, politische Systeme oder die Weltwirtschaft auswirken können.

Wenn Anleger dagegen das Portfolio gegenüber dem Vergleichsindex ganz allgemein und in der Breite nach ESG-Gesichtspunkten zu optimieren versuchen, erzielen sie dadurch kein besseres Anlageergebnis: Portfolien mit besseren ESG-Ratings zeigten kaum Abweichungen zum Index.

Es sei also ratsam, so das Fazit der Studie, das Portfolio mittels aktiver Titelauswahl zu optimieren – und nicht bloß nach Passiv-Kriterien wie ESG-Rating-Noten.

Hörters Rat: „Bei ESG-Risiken geht es nicht so sehr um das Durchschnittsrisiko im Portfolio; vielmehr sind es die Extreme, die wesentlichen Einfluss auf die Performance haben. Das heißt, es kommt weniger darauf an, die Rendite zu erhöhen, als vielmehr Extremrisiken zu vermeiden. Letzteres stellt die wichtigere Alpha-Quelle dar.“ Und weiter: „Wir sind daher überzeugt, dass aktive Investmentmanager, die ESG-Faktoren im Einzelfall auf Risiko und Rendite abwägen, deutlichen Mehrwert schaffen können.“

Über die Studie

In der Untersuchung wurde die historische Wertentwicklung europäischer und globaler Aktien im Zeitraum 2008 bis 2018 betrachtet. Dabei spielten drei Aspekte eine Rolle: der Einfluss von ESG-Krieterien auf Risiko und Rendite, die Art des ESG-Risikos und der Mehrwert von aktivem Management und Stewardship, also Unternehmens-Engagement und Stimmrechtsausübung durch Investoren.

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