Studie von Aon

Frauen sehen sich als die besseren Finanzmanager

Frauen schätzen ihre Finanz-Kompetenzen häufig höher ein als Männer das tun. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Versicherungsmakler-Unternehmens Aon. Demnach behaupteten Männer sogar deutlich seltener, dass sie ihre persönlichen Finanzen im Griff hätten.

Es kommt dabei auch gar nicht auf das Alter an oder darauf, ob eine Frau in einer Partnerschaft lebt, will Aon herausgefunden haben. Zwei Faktoren begünstigten allerdings die Selbsteinschätzung, dass man die eigenen Finanzen am besten selbst im Griff habe: So halten sich laut Aon vor allen Dingen jüngere Frauen bis 39 Jahre und Frauen mit geringerem Haushaltseinkommen (bis 2.200 Euro brutto) für gute Finanzmanager. Bei den Frauen mit geringerem Haushaltseinkommen sagte mit 48 Prozent rund die Hälfte, dass sie ihre Haushaltsfinanzen gut im Griff habe. Von den männlichen Pendants behauptete das mit 35 Prozent nur ein gutes Drittel von sich. In der nächsthöheren Einkommensklasse – zwischen 2.200 und 4.500 Euro brutto – sehen sich ebenfalls immer noch etwas mehr Frauen (54 Prozent) als Männer (51 Prozent) in der Rolle, besser mit Geld umgehen zu können als ihre Partner.

Grafik: Aon

Auffällig sei, so betonen die Studienautoren von Aon, dass mit zunehmendem Alter Männer die finanziellen Kompetenzen gleichaltriger Frauen auch zunehmend anerkannten. Denn der Anteil von Männern, die sich für finanziell kompetenter als gleichaltrige Frauen halten, sinkt mit zunehmendem Alter kontinuierlich. Bei den Über-60-Jährigen hält sich nur noch jeder sechste Mann (16 Prozent) für den besseren Finanzmanager. Unter den Frauen tut das hingegen jede zweite (51 Prozent).  

An der Online-Umfrage, bei der es um die persönliche Einstellung in Finanzfragen und betriebliche Altersvorsorge ging, nahmen im Frühjahr dieses Jahres hierzulande 2.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zwischen 18 und 65 Jahren teil.

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