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SchrodersLesedauer: 5 Minuten

Studie von Schroders Europäer legen seltener nachhaltig an

Windpark in Nordrhein-Westfalen
Windpark in Nordrhein-Westfalen: Laut Schroders-Studie liegt die Hauptmotivation für nachhaltige Investments in positiven gesellschaftlichen Effekten. | Foto: imago images / Hans Blossey

Der britische Asset Manager hat im April dieses Jahres 23.000 Anleger aus 32 Märkten online befragt. Dabei zeigte sich: Global würde jeder vierte Millennial – dies sind Personen im Alter zwischen 18 und 37 Jahren – bei seinen persönlichen Überzeugungen Kompromisse machen, wenn die Rendite hoch genug ist. Für keine andere Altersgruppe ist dieser Wert so hoch.

Was die Altersstruktur betrifft, würden 16 Prozent der über 71-Jährigen, 20 Prozent der Babyboomer und 24 Prozent der Angehörigen der Generation X ihre persönlichen Überzeugungen gegen höhere Renditen eintauschen. Somit zeigt sich: Je älter die Personen sind, desto gefestigter sind ihre Überzeugungen auch gegenüber monetären Anreizen.

Bezogen auf Deutschland ergibt sich laut der Schroders-Studie ein entgegengesetztes Bild: Hier würden 19 Prozent der Millennials, 20 Prozent der Angehörigen der Generation X und 25 Prozent der Babyboomer für höhere Renditen auch entgegen ihren Überzeugungen investieren. Unter jüngeren Anlegern in Österreich ist die Kompromissbereitschaft mit 21 Prozent bei Millennials nahezu ebenso wenig ausgeprägt – im Gegensatz zu den Mitgliedern der Generation X mit 31 Prozent. Für die Babyboomer wurde ein Wert von 20 Prozent ermittelt.

Die überwiegende Mehrheit steht zu ihren Überzeugungen

Fast ein Drittel (29 Prozent) derjenigen Investoren, die sich in Bezug auf ihre Kapitalanlagekenntnisse als „fortgeschritten“ oder „sachkundig“ einschätzen, wären deutlich eher bereit, ihre persönlichen Überzeugungen gegen höhere Renditen zu wechseln als Anleger, die ihre Kenntnisse als „anfänglich“ oder „rudimentär“ beurteilen. Dieser Zusammenhang zeigt sich auch in Deutschland und – in noch stärkerem Maße – in Österreich. So sind in Deutschland 27 Prozent und in Österreich sogar 38 Prozent der sich selber als vergleichsweise kompetent einstufenden Anleger dazu bereit, ihre Überzeugungen gegen mehr Rendite zu „verkaufen“.

Über alle Altersgrenzen hinweg würden global allerdings 77 Prozent, in Deutschland 79 Prozent und in Österreich 77 Prozent der Anleger bei der Geldanlage nicht gegen ihre persönlichen Überzeugungen handeln. Und für diejenigen weltweiten Anleger, die dazu bereit sind, müsste die durchschnittliche Rendite auf ihre Kapitalanlagen zum Ausgleich etwaiger Schuldgefühle 21 Prozent betragen.

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