Unabhängig davon, welche Finanzprodukte im Einzelnen in der Gunst der Anleger stehen, zeigt die Untersuchung, dass die Investoren insgesamt möglichst viel eigenes Geld in die Projektfinanzierung einbringen möchten. Ob Immobilien im Bereich Einzelhandel, Büro, Hotel, Logistik oder Wohnen: Die von Soravia Capital befragten Befragten sehen über alle Assetklassen hinweg im Durchschnitt ein ausgeglichenes Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital.

So rechnen die Anleger je nach Immobilienklasse mit durchschnittlich zwischen 46 und 48 Prozent Eigenkapitaleinsatz. Im Mittel wird zur Realisierung der Investmentprojekte also nur geringfügig mehr Fremdkapitaleinsatz erwartet. Insgesamt lässt sich jedoch konstatieren, dass die Profi-Investoren einen ausgeglichenen Anteil bei der Bereitstellung der Gelder für die Projektfinanzierung prognostizieren.

Rund 22 Prozent (21,8 Prozent) der Befragten rechnen zudem damit, dass bei der Asset-Klasse Büroimmobilien mit einem vergleichsweise hohen Fremdkapitalanteil von rund 70 Prozent finanziert werden wird.

Finanzierungsformen bei Immobilienprojekten 2016 in Prozent



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Die Studie hat es sich zudem zum Ziel gemacht, die Gründe der Anleger genauer zu hinterfragen. Wie die Antworten der befragten Investoren zeigen, steht trotz der Hochpreisphase auf den Immobilienmärkten vor allem die Aussicht auf attraktive Renditen bei fast allen Investitionsentscheidungen im Mittelpunkt: Knapp 80 Prozent (79,5 Prozent) der Studienteilnehmer bestätigen, dass der zu erwartende finanzielle Ertrag aus ihren Investments das ausschlaggebende Kaufkriterium für sie ist.

In Zeiten schwacher Konjunktur, niedriger bis negativer Zinsen und besonders volatiler Aktien- und Rohstoffmärkte, wundert es nicht, dass die Anleger bei ihren Investitionen zudem einen starken Fokus auf Sicherheit und Werterhalt legen. So ist die Sicherheit von Investitionen das zweitwichtigste Entscheidungskriterium für die Befragten; bei knapp der Hälfte (49,3 Prozent) ist diese maßgebend. Fast ebenso viele Studienteilnehmer, nämlich 47,9 Prozent, geben dementsprechend an, mit ihren Geldanlagen besonders auf den Erhalt ihres beziehungsweise des von ihnen verwalteten Vermögens abzuzielen.

37 Prozent der Befragten legen bei ihren Investitionen den Fokus darauf, dass sie vielseitig aufgestellt sind. Für sie stellt die Diversifikation ihrer Portfolios ein ausschlaggebendes Kriterium dar. Lediglich 8,2 Prozent tätigen ihre Investitionen um die Inflation auszugleichen, die es trotz der anhaltenden Bemühungen der Europäischen Zentralbank im Augenblick ohnehin nicht gibt. Weitere 8,2 Prozent investieren, um ihre Liquidität abzubauen.

Anlageziele der Investoren in Prozent




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Über die Studie


Für die Studie wurden 80 Fach- und Führungskräfte befragt. Mit rund 85 Prozent arbeitet die deutliche Mehrheit für deutsche Unternehmen. 6,3 Prozent der Befragten sind hingegen für österreichische, weitere 4,7 Prozent für britische Unternehmen tätig. Die Unternehmen der übrigen Entscheider (4,7 Prozent) haben ihren Geschäftssitz in anderen Ländern.

Mehr als die Hälfte (58,4 Prozent) der befragten Entscheider arbeitet in den obersten Führungsebenen ihrer Unternehmen, davon sind 21,5 Prozent Inhaber und 36,9 Prozent Geschäftsführer, CEOs (Chief Executive Officer) oder Vorstandsmitglieder. Die zweitgrößte Gruppe stellen Anlageberater: 12,3 Prozent der Teilnehmer sind in dieser Position tätig.

Mit 15,4 Prozent ist die größte Gruppe der Teilnehmer für Bankhäuser tätig. Anlageberatungen stellen mit 13,8 Prozent den zweithöchsten Anteil unter den befragten Entscheidern. Ihnen folgen diejenigen Entscheider, die im Bereich Private Equity tätig sind, mit 12,3 Prozent. Jeweils 10,8 Prozent der Umfrageteilnehmer sind für Family Offices oder Projektentwickler tätig.

Weitere 9,2 Prozent arbeiten bei Bauträgern. Schließlich sind jeweils 1,5 Prozent der Befragten Pensionsfonds oder Versicherungen zuzuordnen. Die übrigen 24,6 Prozent der Teilnehmer setzt sich aus Vertretern von Unternehmen verschiedener anderer Branchen zusammen, darunter Hotels, Makler, Crowdfunding-Unternehmen, Rechtsberatungen, Transaktionsberatungen oder Debt Advisory.