Studie von Yougov Jeder dritte Banker ist im Job unzufrieden

Berater vor einem Bildschirm. Viele Mitarbeiter der Bankenbranche sind mit ihren Arbeitsbedingungen nicht glücklich.  | © Axa

Berater vor einem Bildschirm. Viele Mitarbeiter der Bankenbranche sind mit ihren Arbeitsbedingungen nicht glücklich. Foto: Axa

Jeder dritte Bankangestellte, der auch Kundenkontakt hat, ist mit seinem Job unzufrieden. Das ist Quintessenz einer Studie, die die Marktforschungsfirma Yougov durchgeführt hat. Auftraggeber war das Finanzvertriebsunternehmen Swiss Life Select. Für die Studie wurden insgesamt 201 Bankangestellte befragt, davon 142, die im direkten Kundenkontakt tätig sind.

Ergebnis: Etwa die Hälfte der Befragten mit Kundenkontakt fühlt sich in der aktuellen Tätigkeit nicht wohl. Rund 30 Prozent gaben an, mit dem Job „unzufrieden“ zu sein, weitere 20 Prozent seien „eher unzufrieden“. „Sehr zufrieden“ äußerten sich in dieser Mitarbeitergruppe nur knapp 10 Prozent.

Woran es hapert

Als Quelle der Unzufriedenheit nennen die Bankmitarbeiter ihre Arbeitsbedingungen, darunter eine Vergütung, die sich nicht an der erbrachten Leistung orientiere (55 Prozent), Produkt- und Absatzvorgaben (45 Prozent), eine schlechte Work-Life-Balance (42 Prozent), schlechte Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten (42 Prozent), fehlende digitale Unterstützung (37 Prozent), mangelnde Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten (34 Prozent) und fehlende Chancen, Kunden auch individuell zu betreuen (30 Prozent).

Jeder Dritte aus der Gruppe der unzufriedenen Banker stört sich daran, Kunden keine ganzheitliche Lebens- und Finanzplanung zur Verfügung stellen zu können. Jeder Zweite empfindet die durch die Bank vorgegebenen Produkte als unzureichend und würde Kunden lieber andere Angebote für Vorsorge und Absicherung machen. Nur jeder Dritte kann Kunden auch individuell betreuen.

Was Banken als Arbeitgeber zu denken geben sollte: Rund jeder vierte Befragte geht davon aus, in zwei Jahren nicht mehr beim aktuellen Arbeitgeber beschäftigt zu sein. Rund jeder Zweite aus der Gruppe der unzufriedenen Mitarbeitern strebt sogar aktiv den Ausstieg aus dem Job an.