Studie Warum so wenige Deutsche Aktien kaufen

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Allerdings zeigt die Studie auch, dass es vielen Deutschen an grundlegendem Finanzwissen mangelt. So weiß mehr als die Hälfte der befragten Nicht-Aktionäre nicht, dass Aktienfonds weniger riskant sind als Einzelaktien. Was ein börsengehandelter Indexfonds, ein sogenannter Exchange Traded Fund (ETF), ist, können nur 8 Prozent derer, die keine Aktien kaufen, richtig beantworten. Dass langfristiges Anlegen das Risiko reduziert, ist vielen ebenfalls nicht bekannt.

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Aber auch Befragte mit guten Finanzwissen fühlen sich oft nicht für Aktienkäufe gewappnet. „Nach wie vor sind die Deutschen äußerst risikoscheu“, sagt Mitautor Grote. Laut Einschätzung der Studienautoren ist der Gedanke, Gewinne zu verpassen, für die meisten Bundesbürger weniger schlimm als der, Verluste hinnehmen zu müssen. Stark übergewichtet werde bei der Entscheidung für oder gegen Aktien auch die Angst vor ökonomischen Katastrophen.

Es lohne sich, darüber nachzudenken, ob das Risiko, das mit
dem Aktienmarkt verbunden wird, ein überschätztes Risiko ist, schlussfolgern die Autoren. „Eine gezielte Aufklärung über die tatsächlichen Risiken und Chancen einer Anlage in Aktien wäre sicher hilfreich“, so Grote.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.

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