Was kann ich mir davon kaufenf? Eine Studie fragt nach kruz- und mittelfristigen Inflationserwartungen

Was kann ich mir davon kaufenf? Eine Studie fragt nach kruz- und mittelfristigen Inflationserwartungen

Studie: Wer hat Angst vor Inflation?

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Die Europäer haben weniger Angst vor Inflation als noch vor drei Monaten. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov hervor. Es hat im Auftrag des Vermögensverwalters M&G Investments die Inflationserwartungen der Bürger in neun Industriestaaten ermittelt. Gut 8.200 Menschen in sieben europäischen Staaten sowie Hongkong und Singapur füllten die Online-Fragebögen aus.

Das Institut führte Erhebungen im Februar und im Mai durch und ermittelte unter anderem den Median der Inflationserwartung. In sieben der neun befragten Länder lag dieser Mittelwert über den Inflationszielen der Zentralbanken.

Den eingangs erwähnten Trend erklärt das Institut mit fallenden Rohstoffpreisen. Wer jetzt Sorglosigkeit vermutet, liegt jedoch falsch: Für die kommenden fünf Jahre erwarten Deutsche wie auch andere Bürger in der Eurozone eine Inflationsrate jenseits der 2-Prozent-Marke. Zwar erwarten die meisten mittlerweile einen schwächeren Anstieg als noch im Februar- aber niemand will so recht glauben, dass die Europäische Zentralbank ihr 2 Prozent-Ziel erreichen kann.

„Die Annahme deutscher Verbraucher, dass die Inflationsrate zukünftig über diesem Zielwert liegen wird, dürfte die EZB beunruhigen.“, kommentierte Jim Leaviss, Leiter des Bereichs für festverzinsliche Wertpapiere bei M&G.

Beunruhigung teilen die Deutschen allerdings nicht. Im Gegensatz zu ihren europäischen Mitbürgern bereitet die Inflationserwartung nur einem Fünftel der Deutschen Sorge, - in Italien, Spanien, sowie Frankreich und Großbritannien sind es insgesamt fast zwei Drittel. In den Tigerstaaten Singapur und Hongkong war die Zukunftsangst noch größer: 80 Prozent der Befragten gaben an, sich wegen steigender Inflation Sorgen zu machen.

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