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Studie: Wie nachhaltig sind Dax-Firmen?

Quelle: Fotolia
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„Nachhaltigkeit ist für uns als Investor ein wichtiger Aspekt eines dynamischen Risikomanagements bei unseren Anlageentscheidungen“, so Michael Schmidt, Leiter des Aktienfondsmanagement und Geschäftsführer der Union Investment Privatfonds GmbH. „Nachhaltigkeit erschöpft sich nicht nur in Ökologie, sondern umfasst auch wirtschaftliche und ethisch-soziale Kriterien. Diese dreidimensionale Konzeption der Nachhaltigkeit sichert dauerhaft die zukunftsfähige Entwicklung von Volkswirtschaften und Unternehmen.“

Das Ergebnis der Umfrage und der hohe Rücklauf von 93 Prozent zeugten laut Schmidt nicht nur von hohem Interesse der 30 befragten Dax-Unternehmen, sondern unterstrichen auch die Bedeutung, die das Thema Nachhaltigkeit bei den Konzernen einnehme. Bei 53,6 Prozent der Dax-Firmen zeichnet der Vorstand verantwortlich für die nachhaltige Firmenstrategie. Bei familiengeführten Unternehmen steht das Thema in besonderem Maße auf der Agenda.

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Dennoch gibt es Licht und Schatten: Zwar lassen sich 86 Prozent der im deutschen Leitindex geführten Unternehmen ihr Umweltmanagementsystem nach der international anerkannten Norm DIN ISO 14001 zertifizieren. Und 61 Prozent richten sich bei der Berichterstattung nach der Global Reporting Initiative. Doch der Nachhaltigkeitsbericht ist nur bei 11 Prozent Bestandteil des Geschäftsberichts und somit von Wirtschaftsprüfern abgenommen. Und nur 39 Prozent der Dax-Firmen setzen die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex ohne Ausnahmen oder Einschränkungen um.
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