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Studie: Wie ticken Family Offices?

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Wer denkt, dass sich gut betuchte Familien nur wegen hoher Gewinne an Family Offices wenden, der irrt. In erster Linie geht es ihnen darum, dass Spezialisten das Familienvermögen als Ganzes betrachten, pflegen und verwalten.

Das gaben zumindest alle Familienvermögensverwalter an, die im Auftrag der Vermögensverwaltungen Institutional Investment, 4asset-management und MC4MS für eine Studie befragt wurden.

Lediglich jeder vierte Befragte gab an, dass seine Kunden auch wegen verbesserten Chance-Risiko-Verhaltens zu ihnen kommen. Der fünfthäufigste Grund. Wichtiger sind Hilfe auf den komplizierten Finanzmärkten, Unterstützung in Steuer- und Rechtsfragen und das Vermögen über die Generationen zu übertragen.
Bei den Zielen der Zusammenarbeit stehen natürlich finanzielle Interessen im Vordergrund, was auch entsprechend drei von vier Befragten angaben. Fast 60 Prozent erklärten, dass es für ihre Kunden besonders wichtig ist, ihr Kapital zu erhalten.

Weniger erpicht sind die Familien dagegen darauf, dass die Family Offices die Ausbildung des Nachwuchses finanzieren. Und gar nicht im Zentrum stehen ethische Belange und das Asset-Liability-Management – also die Balance zwischen Geldanlagen und Krediten.

Bei den Anlageprodukten dominiert die Aktie. 43 Prozent der Befragten halten davon wesentliche Positionen, mehr als 20 Prozent, im Portfolio. Ohne Aktien will kein Befragter auskommen.

Unbeliebt sind dagegen Indexprodukte. Bei mehr als jedem zweiten deutschen Family Office enthält das aktuelle Portfolio keinen einzigen börsennotierten Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF). Einen wesentlichen Anteil an ETFs hält derzeit kein einziges Office. Wesentliche Portionen an Zertifikaten führt nur jedes zehnte Office. 39 Prozent verzichten auf die Anlagepapiere.

Fast ebenso unbeliebt sind Private-Equity-Fonds. Auch hier hält kein Befragter einen wesentlichen Anteil. Jeder Vierte hat gar keine Unternehmensbeteiligungen im Fondsformat.

Die gesamte Studie können Sie hier anfordern.