Studie: Zahnzusatz top, Stationär flopp Das sind die besten privaten Krankenzusatzversicherungen

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Leistungssicherheit von stationären Zusatztarifen fraglich

Stationäre Zusatzversicherungen sollen vor allem allgemeine Krankenhausleistungen in Kliniken mit GKV-Versorgungsvertrag durch stationäre Wahlleistungen – wie privatärztliche Behandlung oder die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer – ergänzen.

Hier hat Assekurata in der Analyse einen großen Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit festgestellt. Der Grund: Die Tarife binden ihre Leistung in der Regel an das Okay zur Behandlung durch den privaten Krankenversicherer und nicht daran, dass die gesetzliche Krankenversicherung die allgemeinen Krankenhausleistungen erstattet.

„Das bedeutet, dass der Versicherer auch dann die medizinische Notwendigkeit des stationären Aufenthaltes infrage stellen und die Übernahme stationärer Wahlleistungen ablehnen kann, wenn die gesetzliche Krankenversicherung durch die Übernahme der allgemeinen Krankenhausleistungen die medizinische Notwendigkeit bejaht hat“, erklärt Will.



Und weiter: „Auch wenn in der Leistungspraxis die PKV häufig der GKV bei der Feststellung der medizinischen Notwendigkeit folgt, besteht hierzu rechtlich und bedingungsseitig keine Verpflichtung. Hier sehen wir einen generellen Klarstellungsbedarf.“

Die aktuelle Assekurata-Analyse wirft jedoch noch mehr Kritikpunkte auf. Denn laut Untersuchung sollen 80 Prozent der stationären Zusatztarife unzeitgemäße Leistungsausschlüsse und -einschränkungen beinhalten. Das gelte beispielsweise für Rehabilitations- und Entgiftungs-Leistungen. Zudem, so Assekurata weiter, merke man den Tarifen deutlich an, dass sie in die Jahre gekommen sind. Denn vielfach fehle es ihnen an Klarheit und Verbindlichkeit.

Das sind die besten stationären Tarife

Die Analyse der stationären Tarife zeigt ein enttäuschendes Ergebnis. Insgesamt konnte Assekurata nur einmal die Note gut vergeben. Diese erhielt der Einbettzimmer-Tarif PlanS der Central. Der beste Zweibettzimmer-Tarif ist der SZ2 + SZ Plus der Concordia. Mit der befriedigenden Note 2,8 erhielt er zumindest noch eine zwei vor dem Komma.

Über die Studie


Für die Studie „Licht und Schatten in der Zusatzversicherung“ hat die Rating-Agentur Assekurata 41 Zahntarife, 38 Einbett- und 25 Zweibettzimmertarife analysiert. Im Fokus der Untersuchung stand die Frage, inwiefern Zusatzversicherungen den GKV-Schutz sinnvoll ergänzen.

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